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Kulturgeschichte - Barock


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Johann Sebastian Bach
erstellt von © Martin Schlu - Stand: September 2002 (Rev. Juni 2004)
Collegium Musicum 1729-1750 Johann Sebastian Bach
 
Nach den Enttäuschungen als Thomaskantor trifft es sich für Bach gut, daß er die Nachfolge Schotts am Leipziger Schottischen Collegium Musicum übernehmen kann. Hat er vorher den größten Teil an kirchlichen Kompositionen geschaffen, verändert sich das Schaffen nun in den instrumentalen Teil: Um 1730 entstehen die Violinkonzerte a-moll, e-moll und E-Dur, das Doppelkonzert d-moll und sieben Umarbeitungen von Violinkonzerten Vivaldis zu Cembalo- und Orgelkonzerten. Den Leipzigern gefällt es. Zu den Konzerten kommen hauptsächlich Musikliebhaber und -kenner, zu den Messeterminen der Stadt auch viel auswärtiges Publikum, das Bach spielen hören will. Die Konzerte finden freitags bei Schotts statt, im Winter abends im Kaffeehaus, im Sommer nachmittags im Garten. Manchmal wird auch Eintritt erhoben und selbst die Proben des Collegiums werden besucht. Selbst die kurfürstliche Famile schaut vorbei und Bach hat einen Grund mehr, die Kontakte zu pflegen.


In der ersten Phase leitet Bach das Collegium bis 1737, nach einer zweijährigen Unterbrechung nimmt er 1739 die Leitung wieder auf und leitet bis mindestens 1741, wahrscheinlich aber noch länger.


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Quellen:
Alfred Baumgartner: J.S.Bach in : Das große Handbuch der Musik, Kiesel 1989
Martin Geck: Johann Sebastian Bach. rororo-Monographien Bd. 80, Reinbek bei Hamburg 1993
Malte Korff: Johann Sebastian Bach. dtv-Portrait, München 2000
Martin Schlu: Ergänzungen zur Matthäuspassion, Manuskript, 1992/2000
Maarten t'Haart: Bach und ich. Piper, München 2000/TB Piper 3296, München 2002