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von Jalal El Ayadi
, Klasse 9d
Frühromantik
Felixs Bildung
und äußere Einflüsse
1817 bekam Felix einen Musiklehrer und zwar Karl Friedrich Zelter
(1758-1832), der in früheren Jahren Maurer war und zur Musik
hinüber wechselte. Zelter hatte sich durch seinen natürlichen,
praktischen Sinn bald eine geachtete Stellung als Leiter der Singakademie,
Gründer des Männerchores "Liedertafel" und als Professor
an der Akademie der schönen Künste geschaffen hatte. Er
war sehr gut mit Goethe befreundet.
Zelter nahm Felix in eine strenge pedantische Schule. Felix lernte
spielend Generalbass und Kontrapunkt, er las und transponierte bald
jede Partitur.
Als Felix 10 Jahre alt war wurde er als Altist in die Singakademie
aufgenommen. Dort lernte er mit seiner hochbegabten Schwester Fanny
in praktischer Arbeit, Werke von Palestrina, Händel und Bach
kennen.
Den Violinunterricht erteilte Eduard Rietz, der gut mit Felix befreundet
war.
Auch wenn Felix die meiste Zeit mit Musik verbrachte, duldete der
Vater keine einseitige Bildung. Felix bekam früh Zeichen- und
Malunterricht und auch in diesem Gebiet war er sehr talentiert.
Für die Allgemeinbildung des Jungen sorgte Dr. Ludwig Heyse
(der Vater des späteren Dichters Paul Heyse).
Zusammen mit seiner sprachbegabten Schwester Rebekka studierte
er Griechisch und Latein. Später war er Schüler des Philosophen
Hegel.
Auch auf die körperliche Ausbildung von Felix wurde geachtet.
Er lernte Reiten, Schwimmen und Tanzen.
Abraham übernahm die Tradition seines Vaters Moses Mendelssohn,
der immer eine offene Tür" hatte. Am Abend trafen sich
die führenden Geister der Hauptstadt, die auch berühmte
Durchreisende mitbrachten wie z.B. Alexander Humboldt, Hegel, Varnhagen
mit seiner berühmten Frau Rahel u.s.w.. Das bedeutungsvollste
Ereignis für die Entwicklung von Felix war , als er Carl Maria
v. Weber kennengelernt hatte, der die Oper Freischutz" geschrieben
hatte. Felix hatte bisher Bach, Händel, Haydn, Mozart und Beethoven
als Vorbilder kennengelernt. Nun trat das erstemal ein Romantiker
vor Felix. Webers Einfluss auf die Orchesterwerke von Felix, namentlich
auf die Musik zu Shakespeares "Sommernachtstraum" war und blieb
entscheidend.
Quelle :
Felix Mendelssohn Bartholdy
Eine Reise durch Deutschland, Italien und die Schweiz
Herausgegeben von: Peter Sutermeister
Heliopolis Verlag Tübingen
Zürich 1958 / Thüringen 1979
Seite: 275-283
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