Jugend im Dritten Reich
von Gesa Hoeltje
 Stand: 5. Februar/11. März 2001
1. Die geschichtliche Situation
 2. Erziehungsziele der HJ und die HJ als Gesetz
3. Hitlers Vorgehensweise und das Denken der Jugend im Dritten Reich
4. Die Hitlerjugend (HJ)
5.
6. Freizeit in der HJ 
7. Der BDM, Gegner der HJ/des BDM
8. Jugend, Familie und Schule
9. Gründe für die Bejahung, Veränderung der Einstellung
 
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Die Hitlerjugend (HJ) 
Schon zehn Jahre vor der Machtübernahme der NSDAP versuchten sich Nationalsozialistische Jugendorganisationen durchzusetzen. In Deutschland scheiterten sie schnell, doch in Wien gab es schon 1923 die erste Nationalsozialistische Arbeiterjugend. 1926 entstand die „Großdeutsche Jugendbewegung", dessen Reichsführer bis 1931 Kurt Grubers war. Wenig später wurde diese Organisation „ Hitlerjugend, Bund Deutscher Arbeiterjugend" genannt. 
In diesen Bund konnte man ab dem 14. Lebensjahr freiwillig einsteigen. Die Mitglieder mussten mit 18 Jahren in die NSDAP und ab 1927 in die SA eintreten. Ab dieser Zeit entstanden die ersten Schülergruppen der NSDAP. Drei Jahre später wurde mit diesen Gruppen der Schülerbund gebildet, dessen Leiter Adrian von Rentelns war.1930 wurde mit österreichischer Hilfe, der „Bund Deutscher Mädel" (BDM) gegründet. 1931 wurde der „Bund Deutsches Jungvolk" mit der HJ zusammengelegt. Nach einer kurzen Verbotzeit wurde Baldur von Schirach zum Leiter der gesamten NS-Jugendarbeit ernannt.  
Nach der Machtübernahme der NSDAP hatte die HJ das Ziel die einzige Jugendorganisation zu sein. So fingen sie an, andere Organisationen wie politische Jugendorganisationen, die konfessionellen Jugendverbände, die Bündnischen und autonomen Jugendorganisationen, die Sportjugend und die berufständige Jugendarbeit zu zerstören. Die jüdischen und sozialistischen Jugendverbände wurden aus dem Reichsausschuss ausgeschlossen. 
Viele andere Jugendorganisationen wurden aufgelöst und verboten. Dadurch entstand ein großer Zustrom in die HJ. Ein großer Gegner der HJ waren die konfessionellen Jugendverbände und die freien Jugendbewegungen. Um dieses Problem zu lösen, wurde Schirach von Hitler zum Jugendführer des deutschen Reiches ernannt. So hatte er die gesamte Kontrolle über die Deutschen Jugendverbände. Auf diese Weise hatte man es geschafft um 1934 alle legalen Konkurrenten der HJ zu vernichten, oder in sie einzubeziehen.  Ein großes Problem stellte für die HJ jedoch die katholische Jugend dar. Sie wurde vom Vatikan in Schutz genommen und er verhinderte so ihre Vernichtung. Durch regionale Verbote, Terrorakte und propagandistische Maßnahmen schaffte es Schirach jedoch, die konfessionellen Verbände einzuschränken. 
Trotz dieser Verbände hatte die HJ 1934 schon ca. 1,5 Millionen Mitglieder. Auf Grund dieser hohen Mitgliederzahlen fing die HJ endgültig an, sich stärker zusammenzufassen. Sie schloss jetzt auch ihre Nebenvereine, wie „ Jungvolk" und „BDM" ein. Sie legten einheitliche Uniformen fest und eröffneten einheitliche Führerschulen. 1935 wurde die „Wehrpflicht" eingeführt. Dies war ein guter Grund für Schirach, auch die HJ 1936, für Jungen ab 14 Jahren zur Pflicht zu machen. Die Jugend brauchten, nämlich jetzt um so mehr eine gute Ausbildung und Vorbereitung auf den Krieg. Um eine bessere Schulung geben zu können wurde die HJ in Jahrgänge eingeteilt. Jetzt konnte man nur noch zu einem bestimmten Termin im Jahr eintreten.
  
Quellenverzeichnis 
Klönne, Arno: Jugend im Dritten Reich/ Die Hitlerjugend und ihre Gegner, Diederichs Verlag, Düsseldorf, 1982
Mann, Erika: Zehn Millionen Kinder-Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich
Mann, Golo: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M, 1958
Schörken, Rolf: Jugend 1945/Politisches Denken und Lebensgeschichte, Leske u. Budrich, Opladen, 1990 
Microsoft-Encarta 1998 
Data Becker: Das große Lexikon, 1999 
www.shoaprojekt.org/widerstand/kids/shkids2.htm