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- Jugend im
Dritten Reich
- von
Gesa
Hoeltje
- Stand: 5.
Februar/11. März 2001
- Stand:
5. Februar/11. März 2001
- 1.
Die geschichtliche Situation
- 2.
Erziehungsziele der HJ und die HJ als
Gesetz
- 3.
Hitlers
Vorgehensweise und
das Denken der Jugend im Dritten
Reich
- 4.
Die Hitlerjugend (HJ)
- 5.
- 6.
Freizeit in der HJ
- 7.
Der BDM, Gegner der HJ/des BDM
- 8.
Jugend, Familie und Schule
- 9.
Gründe für die Bejahung, Veränderung der
Einstellung
-
- zurück
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- Freizeit in der
HJ
- In erster Linie der Jugenddienste
stand die körperliche Ertüchtigung. Es
hieß, dass ein Drittel der Zeit weltanschauliche
Schulung und zwei drittel körperliche
Betätigung und Leibeserziehung sei. Natürlich
versuchte die HJ, viel Sport anzubieten. Es wurden viele
Sportwettkämpfe veranstaltet, wie z.B.: Bann- und
Gebietssportwettkämpfe, Winterkampfspiele,
Frühjahrsgeländelauf oder Führerzehnkampf.
Zwei besonders wichtige Wettkämpfe waren der
Reichssportwettkampf, der 1935 schon 3,5 Millionen und
1939 sogar 7 Millionen Teilnehmer hatte. Der andere war
der Reichsberufswettkampf (EBWK). Dort trafen sich die
Jugendlichen aller Berufe und Betriebe zu einem
Leistungswettbewerb, der 1934 schon 500000 Teilnehmer
hatte. Zu dem sportlichen Dienst gehörten auch
Marschdienst, Exerzierübungen, Appelle und
ähnliche militärische Übungen. Viele
Jugendliche machten auch Schießausbildungen. 1937
wurden die ersten HJ-Schießschulen eröffnet.
1938 hatten schon 12,5 Mill. Jugendliche eine
HJ-Schießausbildung gemacht. Eine andere sportliche
Aktivität der Jugendlichen fanden in den DJ-Lagern
statt. Das waren freie Fahrten mit Geländelauf,
Flaggenhissen, weltanschaulichen Vorträgen,
Leibesübungen, Luftgewehrschießen,
Flaggenappell, Zapfenstreich und Lagerfeuer. Auf diesen
Fahrten gab es einen strengen Tagesablauf. 1941 begann
die HJ mit der Kinderlandverschickung. Die Kinder in
luftkriegsgefährdeten Gebieten wurden in sichere
Orte oder in Besatzungsgebiete geschickt. Dort bekamen
sie weiterhin ihre schulische Ausbildung und wurden von
Jungvolk-Führern betreut. Ein Jahr später wurde
für die Wehrtüchtigen WE-Lager eingerichtet.
Dort wurde ihre Wehrausbildung gefördert. Nach einer
Woche Aufenthalt bekam man ein K-Ausbildungsschein.
Diesen brauchte man für ein HJ-Leistungsabzeichen.
- Der jährliche HJ-Ernteeinsatz
wurde in Schulklassen, aber meistens nur in den Ferien
durchgeführt. Die Jugendlichen wurden aber auch in
den normalen Lagern indirekt auf den Krieg vorbereitet,
z.B. mit Geländekampfspielen. Dort lernten sie mit
Karten und Kompass umzugehen, Entfernungen abzumessen und
Ziele zu erkennen. Es war eine Erziehung zur
Wehrfreudigkeit und Tauglichkeit. Als der Krieg ausbrach,
gab es nur noch diese Gelände- und wehrsportlichen
Ausbildungen.
- Die HJ veranstaltete oft
Heimabenden: In ihnen wurde hauptsächlich die
Weltanschauliche Schulung gelehrt. Die Themen
waren festgelegt. Meistens ging es um die Partei, den
Nationalsozialismus oder Hitler. Es mussten immer
Deutsche Themen sein. Daneben gab es noch den
reichszentralen Reichsabend. Er wurde über Rundfunk
gemacht. Die kulturelle Seite der HJ brachten die
zahlreichen Feiertage. Hitlers Geburtstag und
gleichzeitig der Eintritt in die HJ war einer davon.
Daneben gab es aber noch zahlreiche andere, wie z.B. der
Tag der Machtergreifung, Sommersonnenwende,
Wintersonnenwende, Erntedankfest, Jahrestag des
Hitler-Ludendorff-Putsch oder die vielen
Sportwettkämpfe. Die Kultur der HJ bestand aber auch
aus der Musik und dem Theater. Die HJ hatte ihre eigene
Chöre, Musikzüge und Spielscharen. Auch hierzu
war ein spezieller Tag angelegt, der Reichsmusiktag.
Außerdem wurden Reichstheatertage der HJ und
Weimar-Festspiele veranstaltet.
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- Quellenverzeichnis
- Klönne, Arno:
Jugend im Dritten Reich/ Die Hitlerjugend und ihre
Gegner, Diederichs Verlag, Düsseldorf, 1982
- Mann, Erika: Zehn
Millionen Kinder-Die Erziehung der Jugend im Dritten
Reich
- Mann, Golo: Deutsche
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, S. Fischer
Verlag, Frankfurt/M, 1958
- Schörken, Rolf:
Jugend 1945/Politisches Denken und
Lebensgeschichte, Leske u. Budrich, Opladen,
1990
- Microsoft-Encarta
1998
- Data Becker: Das
große Lexikon,
1999
- www.shoaprojekt.org/widerstand/kids/shkids2.htm
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