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- Jugend im
Dritten Reich
- von
Gesa
Hoeltje
- Stand: 5.
Februar/11. März 2001
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- Stand: 5.
Februar/11. März 2001
- 1.
Die geschichtliche Situation
- 2.
Erziehungsziele der HJ und die HJ als
Gesetz
- 3.
Hitlers
Vorgehensweise und
das Denken der Jugend im Dritten
Reich
- 4.
Die Hitlerjugend (HJ)
- 5.
- 6.
Freizeit in der HJ
- 7.
Der BDM, Gegner der HJ/des BDM
- 8.
Jugend, Familie und Schule
- 9.
Gründe für die Bejahung, Veränderung der
Einstellung
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- zurück
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- Die Jugend und die
Familie
- Muttersöhnchen
faulenzen wenn sie müde sind und auch sonst,
Muttersöhnchen heulen, wenn ein Schlag sie trifft.
Muttersöhnchen laufen nach Hause, wenn es
draußen regnet oder stürmt.
Muttersöhnchen kennen weder Nachtmarsch noch
Kriegsspiel, bringen es nicht fertig, müde von
Arbeit und Beruf zu sein und dennoch Dienst zu tun.
Muttersöhnchen kennen nicht die Rauheit der
Wälder und die Steine der Berge, kennen nicht die
staubigen Landstraßen und das Leben der Zeltlager;
Muttersöhnchen maunzen auf weichen Kissen und
schlafen unter seidenen Decken. Jungvolkjungen sind
hart.
(zit. nach: Zehn Millionen Kinder/ Die Erziehung der
Jugend im dritten Reich/ Mann, Erika)
So etwas bekamen
die Jugendlichen schon im Jungvolk zu hören. Auf
keinen Fall wollten sie Muttersöhnchen sein. Egal
was sie für Probleme hatten, auf keinen Fall durften
sie weich werden. So verschlossen sie sich vor ihren
Eltern, und erzählten nicht wie es ihnen ging. So
veränderten sie sich, und genau das wollte der
Staat. Er wollte die Familie zerstören, der
Nationalsozialismus sollte das Einzige werden, woran sich
die Jugend halten konnte.
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- Den
Kindern wurde eine ewige Feierstimmung dargelegt. Fast
ihr ganzer Tag wurde bestimmt. Für alles bekamen sie
Anweisungen. Jeder Tag war ähnlich, ohne
Abwechslung. Manchmal, für ein paar Stunden nur,
wünschten sie wohl, sich selber überlassen zu
bleiben, sich Geschichten auszudenken, bunte Bildchen zu
malen, Märchen zu
lesen.
(zit. nach Mann
a.a.O)
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- Sie dachten, dass sie in der
Familie von der Außenwelt fliehen könnten,
doch schnell bemerkten sie, wie wehrlos und machtlos ihre
Eltern waren. Der
Nationalsozialismus machte es sich auch noch einfacher,
indem er die Familien einschüchterte, ihnen Angst
machte. Wenn jemand auffiel, indem er etwas gegen den
Nationalsozialismus sagte, konnte dieser seinen Job
verlieren, oder anders bestraft werden. Man konnte leicht
auffliegen. Man musste nur etwas Falsches zu seinen
Kindern sagen, die es im Kindergarten, oder in der Schule
weiter erzählten. Man konnte sogar entdeckt werden,
weil das Kind ohne Attest in der HJ oder im BDM fehlte.
So wurden die ganzen Familien eingeschüchtert und
versuchten nichts falsch zu machen. Alles musste im Sinne
des Nationalsozialismus gemacht und gesagt
werden.
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- Schule
- Die HJ sollte im 2. Weltkrieg die
alleinigen Erzieher der Jugend sein. Die Schule wurde
deshalb als ein Beauftragter des Staates gesehen. Sie
sollten die HJ mit der Vermittlung von Wissen helfen, das
Deutsche Denken zu erweitern. Die Schulen sollten die
Schüler zu Verehrern des Führers und des
Staates erziehen. Sie sollten
nicht den einzelnen Schüler viel Wissen vermitteln,
sondern gezielt der ganzen Jugend Wissen, dass für
das Volk und dem Staat von Nutzen ist, lehren.
Natürlich musste auf anderen
Stoff verzichtet werden. Es mußte einmal der Stoff
ausgegrenzt werden, der Gegensätze zum
Nationalsozialismus hätte aufweisen können und
der, der vom Zeitlichen Aufwand nicht mehr zu schaffen
war.
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- Quellenverzeichnis
- Klönne, Arno:
Jugend im Dritten Reich/ Die Hitlerjugend und ihre
Gegner, Diederichs Verlag, Düsseldorf, 1982
- Mann, Erika: Zehn
Millionen Kinder-Die Erziehung der Jugend im Dritten
Reich
- Mann, Golo: Deutsche
Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, S. Fischer
Verlag, Frankfurt/M, 1958
- Schörken, Rolf:
Jugend 1945/Politisches Denken und
Lebensgeschichte, Leske u. Budrich, Opladen,
1990
- Microsoft-Encarta
1998
- Data Becker: Das
große Lexikon,
1999
- www.shoaprojekt.org/widerstand/kids/shkids2.htm
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