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(N)Irgendwo in Deutschland

Inhaltsangabe:

Bei der alljährlichen Weihnachtsfeier der Großeltern Gerschner wird deutlich, daß die gegenwärtige Wirtschaftskrise die Großeltern und die Elternfamilie auseinander bringt. Gerschner, überzeugter Rechtsaußen, kann es sich nicht verkneifen, den ungeliebten Schwiegersohn Erik und dessen schwarze Adoptivtochter Mulu immer wieder aufzuziehen, bis die Familie Lorbach entnervt das Weite sucht.
Einige Zeit später erfährt die Mutter, Buchhändlerin, von der Großmutter, daß der alte Gerschner offenbar bei den Republikanern ausgetreten ist. Gleichzeitig geraten sie in eine Demonstration der „Schwarzen Garden", die ganz ungeniert die künftige Macht in Deutschland beanspruchen („Heut wird aufgeräumt"). Bei einem Gespräch mit dem Großvater erfahren sie dann auch den Grund für seinen politischen Ausstieg: er hat sich den Neonazis angeschlossen und arbeitet politisch aktiv für sie .

Die kommenden Landtagswahlen stärken die Republikaner und die Deutsche Volksbewegung (DVB) so, daß die etablierten Parteien schlagartig keine Rolle mehr spielen. Den Auswanderungsgedanken schieben die Mutter und ihre Tochter Gesa noch weit von sich, sie bleiben aber ratlos über ihre Zukunft „(N)Irgendwo in Deutschland" 1. Teil).

Bei einem letzten Familientreffen zwischen Gerschners und Lorbachs kommt es zum Bruch der Familien als sich herausstellt, wie offen rassistisch der Großvater gegenüber Mulu und dem Down-Kind Rike auftritt. Die Familie Lorbach distanziert sich von ihm („Der Schlund").

In der Schule kommt Gesa mit Freunden ins Gespräch über den bevorstehenden Wahlkampf der Neonazis und probt einen schwachen Widerstand. Dennoch kann sie nicht verhindern, daß bei der kommenden Bundestagswahl die Neonazis die Macht übernehmen.

Die ersten Folgen sind spürbar, die Grenzen zu den Nachbarländern werden nur noch mit Visum passierbar, eine Familienangehörige mit AIDS wird gezwungen, ihr Geschäft zu schließen, der Vater wird als Journalist verfolgt und muß fliehen und auch die Mutter verliert ihre Stelle. In einer Musikstunde stellt der Lehrer die neue Staatshymne vor und gibt sich als heimlicher Widerständler zu erkennen.

Es kommt zu den ersten Ausschreitungen gegen Ausländer, wobei Verwandte der Gerschner-Familie offenbar als Täter erkannt werden. Die behinderte Tochter soll in ein Pflegeheim überstellt werden.

Bei einer Karnevalsfeier wird Mulu, die schwarze Adoptivtochter als „echt" schwarz erkannt und verhaftet. Kurz danach stirbt Gesas Mutter bei einem Verkehrsunfall. Danach wohnt Gesa bei ihrem anderen Großvater, Opi Jupp. Er gibt ihr Mut zum Widerstand, und unterstützt sie auch („Was soll ich tun?").

Kurz danach gelingt es Mulu nach Hause zu kommen und sich dort zu verstecken. Sie wird auch bei Polizeikontrollen nicht entdeckt, jedoch ist ihr Leben trist geworden. Unterdessen ist Gesa aktiv im Widerstand tätig.

Bei einem Besuch im AIDS-Lager erfährt sie, daß die Widerstandsgruppen stärker sind, als sie gedacht hat. Als dann die Nachricht vom Tod ihrer kleinen Schwester kommt, die angeblich „an Herzversagen" gestorben sein soll, und wenig später Mulu Selbstmord begeht („Hoch über'm Regenbogen"), weil sie nie mehr nach draußen konnte, wird Gesa klar, daß sie etwas tun muß.

Eine Gelegenheit ergibt sich bei der zu haltenden Abiturrede. Gesa, als Jahrgangsbeste, soll sie halten, jedoch ist der Text, den sie vom Rektor genehmigen läßt, nicht der, den sie dann wirklich spricht. Als sie während der Rede zum Sturz des Regimes aufruft, wird sie zwar auf der Bühne verhaftet, jedoch ist in diesem Augenblick klar, daß der Widerstand in der Bevölkerung so mächtig ist, daß es nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis ein menschlicherer Staat zustandekommen wird.

Im Finale werden dann gegenwärtige reale Tendenzen aufgezeigt und vor einer ähnlichen Entwicklung gewarnt.


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