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Kulturgeschichte - 19. Jahrhundert - Frühromantik - Robert Schumann


Frühromantik
Einführung

Literatur
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Eichendorff (1788 - 1857)
Droste-Hülshoff (1797 - 1848) Bechstein (1801 - 1860
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Malerei
Friedrich (1774 - 1840)
Dahl (1788 - 1856
Spitzweg


Musik
Schubert (1797 - 1828)
Mendelssohn (1809 - 1847)
Chopin (1810 - 1849)
Robert Schumann (1810 - 1856) Liszt (1811 - 1886)
Clara Schumann (1819 - 1896)

Vormärz und Preußen

Spätromantik

Robert Schumann - Übersicht
erstellt von Martin Schlu, August 2010
 
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1810
Am 8. Juni wird Robert Schumann in Zwickau geboren - im gleichen Jahr wie Fréderic Chopin.  Der Vater ist Verlagsbuchhändler und ist zu einem gewissen Wohlstand gekommen. Bereits früh wird Roberts musikalisches  Talent erkannt, der Vater nimmt ihn mit zu einem Konzert Ignaz Moscheles nach Karlsbad mit, das für Robert ein Schlüsselerlebnis wird. Robert wünscht sich danach ein Klavier und der Vater besorgt eins und organisiert den Klavierunterricht. Robert geht aufs Gymnasium, schreibt erste Kompositionen und Gedichte und möchte gerne Dichter werden. Der Vater knüpft Kontakte zu Carl-Maria von Weber und macht Termine für Roberts Ausbildung, doch Weber stirbt, bevor es dazu kommt.

1826
Auch Roberts Vater stirbt und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie verschlechtern sich. An Klavierunterricht ist nicht mehr zu denken und Robert muß irgendwie Geld verdienen. In sein tagebuch schreibt Robert kurze Zeit später:
„Hinausgeworfen in das Dasein, geschleudert in die Nacht der Welt, ohne Führer, Lehrer und Vater - so stehe ich da!"

1828  (bis 1830)
In Heidelberg und Leipzig studiert Robert Jura und Philosophie, wie es sein Vater gewollt hätte. Allerdings bricht er später das Studium ab. In diesem Zeitraum beginnt er zu komponieren und schickt die ersten Werke Kapellmeister Wiedebein der sich für ihn interessiert und ihn mit seinem späteren Lehrer Friedrich Wieck bekannt macht.

Robert lernt bei Friedrich Wieck die damals neunjährige Clara kennen, die sich auf ihre ersten Konzerte vorbereitet und nicht wesentlich schlechter Klavier spielt, als er selbst. Er ist von diesem Kind tief beeindruckt und schreibt für sie das Stück "Papillions" (op. 2), das er ihr widmet, seine zweite "richtige" Komposition.
1830
Robert beschließt nach dem Besuch eines Konzertes von Paganini in Frankfurt, das Jura-Studium abzubrechen und sich nur noch um die Musik zu kümmern, teilt dies allen mit, bricht sein Studium ab und bringt seine Mutter in eine Lebenskrise, die immer gehofft hatte, er würde einen "ehrbaren" Beruf ergreifen. Robert übt sehr hart, etliche Stunden täglich, und merkt, daß sein Mittelfinger der rechten Hand, nicht so stark ist, wie er sein sollte. Er probiert alles Mögliche aus: Hausmittel, Ratschlge von Freudnen, doch es holft nichts (der Finger ist vermutlich teilweise im Nervenbereich beschädigt). Trotzdem übt er weiter.

1831
Robert zieht nach Leipzig, spielt Friedrich Wieck wieder vor und wird von ihm als Klavierschüler angenommen. Wieck läßt Robert bei sich zuhause wohnen, dafür muß er Wiecks Anfänger unterrichten, damit Wieck mehr Zeit für Claras Ausbildung hat. In der wenigen freien Zeit übt Robert wie ein Besessener und nun auf die Idee, sich eine Vorrichtung zu bauen, die den Mittelfinger trainieren soll. Es kommt zum Schlimmsten: Roberts echte Hand ist teilweise gelähmt und die Pianisten-Karriere ist vorbei, noch bevor sie begonnen hat - eine Katastrophe für Robert, denn Komponisten spielen ihre Werke üblicherweise selbst vor und das wird nicht mehr gehen.

1834
Im März wird Robert wird Herausgeber und Verleger der „Neue Zeitschrift für Musik" und bringt unter anderem ein Jahr später den Artikel über Frederic Chopin, der diesen in Deutschland berühmt macht. Erste Annäherungen zwischen Clara und Robert kommen zustande - Claras Vater sieht es nicht gerne und schickt die Tochter, so oft es geht, auf Tournee - da ist sie vor Robert sicher, glaubt er. Stattdessen schreiben sich beide musikalische Liebesbriefe.

Robert wird in dieser Zeit depressiv, zumal die Schwierigkeiten zunehmen, Clara zu sehen, in die er sich mittlerweile verliebt hat. Fredrich Wieck macht ihm klar, daß er seine Tochter niemandem gibt, der kein geld verdienen kann - eben das kann Schumann nicht, wenn er seine Klavierwerke selbst nicht vorspielen kann.

1840
Robert heiratet nach langen Kämpfen mit Claras Vater Clara Wieck, die - programmatisch - den Namen "Schumann" annimmt. Von nun an werden Robert und Clara als "ideales Künstlerpaar" auftreten: er schreibt die Kompositionen, sie spielt sie.

1843
Felix Mendelssohn- Bartholdy beruft Schumann als Kompositionslehrer an das Leipziger  Konservatorium.

1844
Schumanns ziehen nach Dresden, wo Robert sich als Chorleiter um Chorvereinigungen kümmert. Er versicht die Stelle als Kapellmeister des Gewandhauses zu bekommen, wird aber bei der Besetzung der Stelle übergangen.

1849
Robert ist halbwegs gesund und komponiert fleißig.

1850 -1853
Robert wird städtischer  Musikdirektor in  Düsseldorf und soll das dortige Orchester leiten, eine Vereinigung von Liebhabern, wie etwa heute ein Musikverein. Es kommt zu schweren Auseinandersetzungen, weil Robert seinen Dienst vernachlässigt und sich auf andere Dinge konzentriert. Seine Gesundheit leidet, es kommt zu Alkohol- und Rauchexessen. Die Proben kann er nicht mehr regelmäßig einhalten und verliert die Düsseldorfer Stelle.

1854
Robert stürzt sich am Rosenmontag in geistiger Umnachtung in den Rhein, wird von Fischern wieder herausgezogen und wenige Tage später in die Nervenklinik Endenich (heute Bonn-Endenich) gebracht.

1856
In der Nervenklinik fällt Robert am 23. Juli in eine Art Starre, in der er noch teilweise ansprechbar ist, aber kaum noch etwas wahrnimmt. Clara wird verständigt und reist  mit Johannes Brahms nach Endenich um ihn noch einmal zu sehen. Am
29. Juli stirbt Robert dort im Alter von 47 Jahren. Er wird auf dem Friedhof in Bonn bestattet.





Quelle:
Boucourechliev, André: Schumann, Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek bei Hamburg,         1080-ISBN 3 499 50006 X