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- Eine
gute Möglichkeit, das nördliche Brandenburg zu erkunden, ist ein
Quartier in Werder an der Havel. Damit hat man die Möglichkeit, schnell
mal nach Potsdam hineinzufahren und sich durch die
Hohenzollern-Geschichte durchzuarbeiten, man kann das Havelland
durchkreuzen, weiter nach Neuruppin und West-oder Ostpriegnitz und am
Ende des Tages ist man wieder dort, wo die nächsten Tage das Zuhause
sein wird. Den markanten Kirchturm auf der Insel sieht man immer wieder und erkennt ihn schnell - unabhängig von der Jahreszeit.

- Kirchturm und Mühle Anfang April - für die Sommeransicht klicke auf das Bild.
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- 2007 haben wir so begonnen, hatten auf der Havelinsel eine
Bleibe in einem ehemaligen Kloster auf der Havelinsel an der
Mühle in Werder. Die Wohnung lag zwischen der Kirche und der alten
Mühle, hatte Havelanschluß am Garten und wir haben etliche Abende dort
gesessen, aufs Wasser geschaut, Enten und Schwäne beobachtet und fanden als gestreßte Großstadtmensch durchaus unsere Ruhe. Die
Kinder waren noch nicht zu groß und ließen sich unproblematisch
auf Spielplatz oder in der Innenstadt parken, stromerten auf dem
Inselchen herum und verlorengehen konnte keiner. Am Ostersamstag wurden
überall die Osterfeuer entzündet und brannten bis zum frühen Morgen,
während die Kirche um Mitternacht ihre Glocken hören ließ.
- Diese
Wohnung diente uns eine Woche lang als Stützpunkt und wir haben schnell
die Lage zu schätzen gewußt: Über die Havelbrücke war man in fünf
Minuten in der Altstadt von Werder, mit dem Auto in einer Viertelstunde
in Potsdam und in einer guten halben Stunde in Berlin.
Nach Rheinsberg waren es anderthalb Stunden, ebenso nach Neuruppin und
wir haben in dieser ersten Brandenburger Woche gelernt, daß das Land zu
groß ist um es in dieser kurzen Zeit auch nur annähernd kennenzulernen.
Um
Nordrhein-Westfalen zu verstehen, habe ich mein ganzes Leben gebraucht
und dieses Bundesland ist nur ein bißchen größer als Brandenburg. NRW
allerdings mehr als siebenmal soviele Einwohner - auch das merkt man
auf den Touren. Also sind wir noch ein paar Male mehr hier gewesen. Die
Lage am Friedhof sorgte für eine gewisse Ruhe und es war einfach nur
schön.
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 - Eine der vielen Ferienwohnungen, die man hier mieten kann
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Das
Auto oder Motorrad ist ein Muß, wenn man mehr als den Ortskern sehen
will, Bus, Bahn und Fahrrad kann man getrost vergessen, denn so toll
der ÖPNV in Berlin ist, so schlecht wird er außerhalb des Speckgürtels.
Fahrradfahren ist außerhalb der Radwege auch nicht zu empfehlen,
weil man in den Dörfern sehr oft noch Schotterpisten oder dieses grobe
Kopfsteinpflaster hat, was der GröFaZ als panzertaugliches
Kopfsteinpflaster verlegen ließ (Kantenlänge s.o.) und von der
Nazi-Zeit bis heute liegen diese Blöcke auf den Straßen. Die DDR hat
seit 1949
zwar ein paarmal drüber asphaltiert, aber das half nicht auf Dauer und
alle Straßen auf vernünftiges Niveau zu bringen hat seit der Wende
keine Regierung geschafft - es wäre auch zu teuer gewesen. Wer partout Fahrrad
fahren will, ist mit einem Fat-Bike mit extra dicken Reifen gut
beraten und pumpt sie halt nur zur Hälfte auf - auch das federt die schlimmsten Stöße ins Kreuz ab.
- Kopfsteinpflaster in Werder aus der Zeit vor dem letzten Krieg
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