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Die Immermannstraße
in Düsseldorf ist etwas Besonderes, weil sich hier täglich einige
tausend Japaner die Klinken der Ladentüren in die Hand geben. Das liegt
daran, daß in Düsseldorf die meisten japanischen Firmen ihre
Generalvertretung haben und etliche tausend Angestellte in der
Immermannstraße einkaufen, japanisch essen, japanische Bücher kaufen
und alles, was ihnen von zuhause fehlen könnte. Aus diesem Grund nennt
sich diese Gegend auch „Little Tokyo“ - der Name ist Programm.
![]() Man muß nicht deutsch können, um die Immermannstraße Straße zu finden, das Straßenschild in japanisch ist: インマーマン通り War diese Straße jahrzehntelang ein Geheimtip der japanischen Bevölkerung, ist seit Instagram und tik-tok der touristische Anteil nicht mehr zu übersehen. Vor den Buchhandlungen stehen die ersten Reisegruppen mit amerikanischen und französischen Flaggen und Schirmen und vor den Mangaläden drängeln sich Schülerinnen als fleischgewordene Comic-Figuren. Die beliebtesten Manga-Stars gibt es als Postkarte, Poster, Figur und das Mechandising ist mit dem Devotionalienhandel in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen oder dem Touristenviertel in Königswinter durchaus vergleichbar. Japanischer Buchladen Takagi, Immermannstr. 31, 40210 Düsseldorf, p.P a. € 25,00 ![]() Zwei fleischgewordene Manga-Figuren - welche auch immer. Natürlich gibt es auch die Supermärkte mit den Zutaten, die man für japanisches Essen braucht. Man braucht als Anfänger aber immer jemanden, der japanisch lesen kann oder zumindest weiß, was in den Tüten ist, denn getrockneten Seetang hat in der Verpackung eine andere Farbe als auf dem Teller und bei zehn Sorten Mie-Nudeln ist man auch überfordert, wenn man die Unterschide nicht erkennen kann. Englischkenntnisse helfen nur bedingt weiter, weil es englische Erklärungen einfach zu selten gibt - oft hat man dagegen die Wahl zwischen Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch. Das läßt sich bei über 3.000 Schriftzeichen ja schnell lernen. TianTian Markt, Immermannstr. 3 bzw. 9, 40210 Düsseldorf Beim Gang ins Restaurant lassen sich zwei Trends ausmachen: Einerseits gibt es regelrechte Menüs, die Bowls, Boxen oder Bento, die in der Speisekarte abgebildet sind, damit man weiß, was man bestellt. Fortgeschrittene kennen die Namen für die einzelnen Kleinigkeiten und bestellen sie je für ca. € 1,50. Weit Fortgeschrittene brauchen keine Bilder mehr, können die Schriftzeichen und essen mit Stäbchen. ![]() Eine Platte japanisches Essen (Tonkatsu Bento) für ca. € 15,00 Eat Tokyo, Immermannstr. 40, 40210 Düsseldorf, p.P a. € 25,00 nach oben |
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