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Spät-MA
Inquisition
Literatur |
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Einführung
in das Mittelalter
© Martin
Schlu, 22. August 2010
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- Das Mittelalter
umfaßt - anders als die späteren geschichtlichen Epochen - etwa
siebenhundert Jahre. Zwar ist das ein erheblich geringerer Zeitraum als
bei der Antike, doch mehr als das Doppelte dessen, was später als
Renaissance bezeichnet wird. Eine so lange Epoche mit einem Begriff zu
bezeichnen mag als Beleg dafür gelten, daß die Veränderungen noch sehr
langsam geschehen - gemessen am heutigen Denken, nach dem es für unsere
Jugend unvorstellbar ist, mehr als zwanzig Jahre zurück zu denken,
beruhigt es zu wissen, daß geschichtliches Denken einfach etwas Zeit
braucht.
- Frühmittelalter - (etwa 700 - 1100)
- Das
frühe MA setzt zwischen dem Untergang des Römischen Reichs, den Hunnen
und dem Übergang von Merowingern und Karolingern an. Leitfiguren sind
Dagobert, Karl Martell und natürlich die Karolinger selbst - von Karl
dem Großen über Ludwig dem Frommen bis zur Aufteilung des Fränkischen
Reichs. Es ist der Übergang vom Burgdenken zur Stadtgründung und endet,
als die wichtigen Städte gegründet sind und die mittelalterlichen
Organisationsstrukturen feststehen. Parallel entstehen die Klöster als
Gegengewicht des Weltlichen, doch auch sie werden Machtzentren. In
diese Zeit gehören die Romanik (Kirchen, die als Burgen gebaut sind), die Hanse und das Klosterwesen.
- Hochmittelalter - (etwa 1000 - 1250)
- Das
"hohe" MA (warum "hoch" ? Vermutlich meinte man das "typische" MA) ist
der Übergang vom Fränkischen Reich zum Deutschen Kaiserreich, dem
"Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation" (HRR), das mit der
Einsetzung diverser Konrade und Heinrichs als Kaiser das
Machtverhältnis zwischen Kirche und Staat erst in Frage stellt und dann
definiert. Hierhin gehört die Ritterzeit, der Minnesang, die Baugeschichte der gotischen Kathedralen, die Kreuzzüge, die Geschichte des Deutsche Ordens und die vielen Auseinandersetzungen zwischen Papst und Kaiser.
- Spätmittelalter - (etwa 1250 - 1400)
Das
späte MA zementiert die Machtstrukturen zwischen Adel, Klerus (Kirche)
und dem einfachen Volk und ist der Endpunkt einer Entwicklung, die dem
einfachen Menschen so viel Angst vor der Hölle macht, daß er sich
darauf freut, wenn er mal stirbt - dann geht es im nämlich besser, weil
er zu Gott kommt. Hier ist die Inquisition der Dreh- und Angelpunkt,
denn die Gottesfurcht wird durch die Furcht vor ihr überdeckt, was
zwangsläufig dazu führt, daß eine Gegenbewegung entsteht, die auf
Aufklärung und Toleranz setzt - damit ist man bei der Renaissance.
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- Einführende Literatur 10. Jh - 11. Jh - 12. Jh. - 13. Jh. - 14.Jh
Am
besten liest man sich erst einmal mit Belletristik ein - da gibt es
schlechte, mäßige und gute Titel. Es ist einfacher nur die Titel
zu nennen, die sich wrklich lohnen, weil sie literarisch gut
geschrieben, sauber recherchiert und umfassend genau erzählt sind (Umfang etwa 600 Seiten +x). Trotzdem gibt es manchmal
Passagen, die langweilig sind, aber die kann man ja überspringen..
- Titel für das 10. Jahrhundert:
wird noch erstellt
Titel für das 11. Jahrhundert:
wird noch erstellt
Titel für das 12. Jahrhundert:
- Historischer Roman
Follett, Ken: Die Säulen der Erde (Englische Stadtgesellschaft, ca. 1300 Seiten)
(originaler engl. Titel: The Pillars Of The Earth, Macmillan, London/Dutton/New York 1989)
dt.: Bastei-Lübbe-Verlag, Köln 1990
Titel für das 13. Jahrhundert:
Monographie
Zimmerling, Dieter: Die Hanse - Handelsmacht im Zeichen der Kogge.
Econ-Verlag, Düsseldorf/Wien 1976
Titel für das 14. Jahrhundert:
Monographie
Tuchmann, Barbara: Der ferne Spiegel. Das dramatische 14. Jahrhundert,
(originaler amerik. Titel: A Distant Mirror - The Calamity Of The 14th Century, A. Knopf Inc., New york 1978)
dt.: Claassen-Verlag, Düsseldorf 1980
Historische Romane
Falcones, Ildefonso: Die Kathedrale des Meeres (Kathedralenbau in Barcelona)
(originaler span. Titel: La Catedral del Mar, Barcelona 2006),
dt.: Scherz/Fischer, Frankfurt 2007
Follett, Ken: Die Tore der Welt, (Englische Stadtgesellschaft)
(originaler engl. Titel: World Without End, Macmillan, London/Dutton/New York 2007)
dt.: Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach 2008
Eco, Umberto: Der Name der Rose (Klosterleben und Denkweise)
(originaler ital. Titel: Il nome della rosa, Gruppo Editoriale Fabbri-Bompiani, Sonzogno 1980)
dt.: Carl Hanser Verlag, München/Wien 1982, dtv München 1986
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