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Vor- und
Nachfahren
Jochim Schlu
15xx
Hans Slude
1563
Jochim Schlu
16xx
Hans Schlu
1720
Johann Samuel Schlue
1746
Johann Christian Schlue
1786
Heinrich Christoph
Schluh
1811
Friedrich Schlue
1819
Heinrich Ludewig Friederich
1822
August Heinrich Schlu
1855
Adolf Georg Ernst Schlu
1883
Adolf Christoph August
Schlu
1889
August Heinrich Schlu
1900
Henry (Herwig) Carl
Schlu
1900
Hans August Schlu
1914
Bruno Schlu
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Nachfahren
Jochim Schlu:
August Heinrich Schlu
(1822 - 1869
)
Quellen:
Familienarchiv Schlu, Kirchenbücher
Walsrode, Stand: 13. Mai 2007
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-
- Eltern: Heinrich
Christoph Schluh (geb. 2. März 1786 - 1841)
und Marie Christina Dorothea, geb. Freudentahl
-
- August Heinrich Schlu
(1822 - 1869 )
- geb. 8.4. 1822 in Walsrode, getauft
am 21.4.1822 dort. In der Trau-Urkunde erscheint er als
"Junggeselle, Bürger und Tuch-Fabrikant zu Walsrode
am Harz". Er heiratete am 12.8.1851 in Walsrode die
"Jungfer" Dorette Adolphine Stock, geb. 4.5.1827
zu Wustrow als Tochter des "Leggemeister" Christian
Friedrich Stock und seiner Ehefrau Henriette Wilhelmine,
geb. Gündel. Diese Dorette Adolphine Stock wird von
dem Pastor Johann August Schöpfer und seiner
Frau Eleonore Caroline Sophie, geb. v. Wissel adoptiert,
die in Wienhausen lebten, deshalb wird als Name der Braut
in der Trau-Urkunde auch "Dorette Adolphine
Schöpfer, Jungfrau" angegeben (Kirchenbuch
Walsrode, 1851, Nr. 21) und erst in der Sterbeurkunde
erscheint ihr wirklicher Name "Stock". (Sterbeurkunde
Bassum 1897, 23. Jan., Nr. 13)
-
- August Heinrich Schlu starb am
3.8.1869 bei der Explosion seiner eigenen Fabrik in
Schulau (1), nach Walter Schlu-Lorenzen
(gest. 6. Mai 1878). Seine Frau Dorette Adolphine,
geb. Stock adoptierte Schöpfer am 23.1.1897 in
Bassum. Dorette Adolphine muß eine sehr
nervöse Frau gewesen sein, denn ihr
zweitältester Sohn (Adolf
Georg Ernst ), der viel von
ihrer Nervosität geerbt hatte, klagte oft über
seine "verflixten Stock'schen Nerven".
-
- "Aus
Friedrichstadt lag die Nachricht vor , daß
August Heinrich Schlu bei der Explosion seiner eigenen
Fabrik in Schulau umgekommen ist. Aus einem alten
Brief von
Adolf
Christoph August
Schlu
ist jedoch zu entnehmen, daß der
Urgroßvater August Heinrich zunächst
Besitzer einer sogenannten 'Pulvermühle' in
Walsrode war, die er zu einer Pulverfabrik ausbaute"
...
-
- "Die Konkurrenz
Wolff
& Co in
Walsrode
bekämpfte ihn, leider mit Erfolg, so daß
sein gut gehender Betrieb durch Preiskämpfe und
sonstige Intrigen einging. Danach erhielt er den
ehrenvollen Ruf nach Schulau bei Hamburg als Direktor
und Leiter der Pulverfabrik Schulau
(1)
, die dank seiner hervorragenden Leitung zu hohem
Ansehen gelangte
(2).
Er war immer intensiv tätig und erwarb sich ein
bedeutendes Vermögen. Da passierte ein
großes Unglück! Als er eines Nachts mal
wieder seine Arbeiter kontrollierte, ereignete sich in
dem Pulverbetrieb durch die Unvorsichtigkeit eines
Arbeiters eine Explosion, die 160 Arbeiter und ihn das
Leben kostete. Er war damals gerade 48 Jahre alt
geworden. Der Knall dieser Explosion war bis Hamburg
(ca. 60 km davon) derartig zu hören, daß in
der näheren und weiteren Umgebung fast alle
Fensterscheiben geplatzt waren. Er selbst wurde durch
die Explosion in den Fabrikhof geschleudert, wo er
entseelt liegen blieb. Weil die
Versicherungsgesellschaften damals für
Pulverfabriken keine Versicherungen abschlossen, war
alles verloren, seine Beteiligung und sein ganzes
Geld. Für meinen guten Vater, der
ursprünglich studieren und Arzt werden sollte,
war plötzlich kein Geld mehr da. Er wurde vom
Gymnasium in Osnabrück zurückgeholt und
mußte in Hamburg bei Uhlmann & Co in die
kaufmännische Lehre treten, wo er sich durch
seine Tüchtigkeit im Laufe der Zeit zum Teilhaber
heraufarbeitete. .........
-
- Als mein
Großvater in Schulau bei Hamburg entseelt
aufgefunden wurde, hatte er sein Notizbuch, das
angesengt war, noch in der Hand, das in seiner Familie
bis heute noch als teures Familienandenken aufbewahrt
wurde. Als kleiner Junge habe ich es noch in der Hand
gehabt und darin außer geschäftliche
Notizen noch rührende Familiennotizen
aufgezeichnet gefunden..."
(Quelle: Familienarchiv
Schlu)
______________
- (1)
Evtl. nicht Schulau, sondern Punstal, Kreis Pinneberg.
Dies würde auch die Abweichungen der Daten
erklären. In Krümmel
bei Hamburg kam es bei den Nobel-Werken im Mai 1866 zu
einer Explosion, bei der in der Gegend des heutigen
Kernkraftwerkes die gesamte Fabrik zerstört wurde.
Zwei Jahre vorher hatte Nobel bei einer ähnlichen
Explosion bereits seinen Bruder Emil verloren.
Quelle:
http://www.brockhaus.de/index2.html?service/aktuell/021016.html.
Bis 1870 waren alle drei deutschen Nobel-Fabriken
(Hamburg-Krümmel, Köln-Dünnwald und
Berlin) explodiert - danach hatte man mehr Respekt vpor
Dynamit und Nitroglyzerin. (Quelle: http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/dynamit.htm)
. (MS)
-
- (2) Alfred Nobel
hatte am 21.6.1865 seine Hamburger Fabrik "Krümmel"
gegründet und leitete sie selbst, 1867 hatte er dort
das Dynamit erfunden und patentiert. Kann es sein,
daß der Erzähler (Adolf Christoph August
Schlu) aus einem möglicherweise leitenden
Angestellten einen Direktor gemacht hat? Alternativ:
Verwechslung Schulau mit Punstal, andererseits gibt es
Nachkommen, die in Schulau geboren wurden. Die
Quellenlage ist noch unklar. (MS)
______________
- Albert Freybe berichtet auf Seite 41 seiner Bemerkungen
zu Jochim Schlu's Isaac, "daß noch
heute" <also 1891/92> "der Name Schlu
vorhanden ist; so lebt in Bassum bei Bremen noch eine
Wittwe Schlu!" Mit dieser Witwe Schlu ist ohne
Zweifel Dorette Adolphine Schlu, geb. Stock gemeint.
Freybe erwähnt auch einen Kommerzienrat
"Schlun" in Münster/Westfalen (Zur
Würdigung der Comedia... a.a.O, S 19)
-
- 08. Kinder:
- August Friedrich Heinrich Schlu (geb. am
1.7.1853 in Walsrode, verh. mit Wilhelmine, geb.
Nodop)(Porzellan Düsseldf?)
- Adolf
Georg Ernst Schlu (1855 - ca. 1906, verh,
mit Rebecka Hermine Sophia, geb. Bruns)
- Maria Mathilde Adolfine Schlu (geb. 9. Februar
1858 in Walsrode, verheiratet mit Carl Ritter)
- Agnes Friederike Schlu (geb. 22. Dezember 1858
in Walsrode)
(Hinweis des
Stadtarrchivs Bassum auf meine Frage, warum es in Bassum
eine "Agnes-Schlu-Straße" gäbe: danach hat
"Fräulein Schlu" (Agnes) ab ca. 1880 den Kaufmann
Georg Pflüger bis zu dessen Tod im Frühjahr
1900 gepflegt. Dessen Schwester Frau Konsul Hackfeld,
geb. Pflüger, wollte Agnes aus Dankbarkeit einen
Wunsch erfüllen. Agnes wünschte sich für
Bassum ein Krankenhaus und Frau Hackfeld stiftete danach
30.000 Goldmark unter der Bedingung, daß bis zum 1.
Mai (Todestag?) 1903 das Krankenhaus der
Öffentlichkeit übergeben werden müsse.
Dies geschah zum 30. September 1903. Näheres findet
sich in der Chronik des Krankenhauses Bassum, woher ich
über das Stadtarchiv eine Kopie habe.
(MS)
- Adolfine Friederike Henriette
Schlu (geb. 1862 in
Walsrode, verheiratet mit Christian Bruns)
- Bindeglied zur Generation 07 fehlt noch)
- August
Heinrich Schlu (geb. 1. 12. 1889 in
Schulau, Kreis Pinneberg, ev. verstorben am 1. 2. 1952 in
Düsseldorf (verh. mit Maria Babette, geb. Weil, ev.
geb. 22.10.1891 in Darmstadt, gest. 19.7.1970
Düsseldorf)
- Quellen:
Ev. Pfarramt Walsrode 1855 S. 31/9, 1851/21
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- Quellen:
Ev. Pfarramt Walsrode 1855 S. 31/9, 1851/21
(Hinweis des Archivs Bassums auf den Namen "Stock": es
gibt in Nendorf (Sto 1638) einen Joh. Stock, Kuhhirt und
in Loge (F 1759) Otto Friedr. Stock, (F 1783) Arnold S. ;
(F 1807) Stock, Bürgermeister)
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