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Potsdam, die Landeshauptstadt
Text und Fotos: Martin Schlu, 2006 bis heute, Stand: 2. September  2026

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Alter Markt - Neuer MarktLandtag - Nikolaikirche - Altes Rathaus - Museum Barberini - Havel - Brandenburger TorBrandenburger StraßeHolländisches Viertel


Eine Erkundung Potsdams  braucht mindestens eine Woche, weil es hier soviel zu sehen gibt, daß man mit zwei bis drei Tagen nicht sehr weit kommt. Allein für die Schlösser der Hohenzollern sind drei Tage das Minimum (Schloß Sanssouci, Neues Palais, Park mit Teepavillon, Mühle), ein Tag geht für das Filmmuseum am Neuen Markt drauf, ein Tag für Landtag, Nikolaikirche, Altes Rathaus und das Holländische Viertel. Einen weiteren Tag kann man für das Museum Barberini (neben dem Alten Rathaus) ansetzen und dann hat man noch keinen Kilometer der Havel gesehen. Für alle diese Ziele gibt es eigentlich nur ein Hotel, das gegenüber dem Potsdamer Landtag, doch das geht wegen der Finanzen eher nicht mit einem Stall voller Kinder.

Der Vorteil dieses Hotels ist aber die absolut zentrale Lage, die Nähe zum Bahnhof, den Anlegestegen der Potsdamer Schiffahrt und die Nähe zu de Sehenswürdigkeiten. Das Frühstücksbufett ist umwerfend und einen Parkplatz kann man auch kriegen, wenn man mit dem Auto gekommen ist und noch außerhalb etwas sehen will (z.B., die Seen, Werder an der Havel, Schloß Caputh, Schloß Grunewald etc.). Im Übrigen gibt es in Potsdam Massen von Fahrradfahrern* - mehr als in Bonn - ob so viele wie in Münster, weiß ich nicht.  Ganz wichtig ist die Erkenntnis, daß nicht alles echt ist, was man zu sehen bekommt.

(* = männlich, weiblich, divers und alles andere...)

Aussicht vom Hotel im fünfzehnten Stockwerk: Landtag, Nikolaikirche, Altes Rathaus, Weg zum Holländischen Viertel
Aussicht vom Hotel im fünfzehnten Stockwerk: Links die die Friedrich-Ebert-Straße ins Holländische Viertel, rechts davon eine Büro- und Ladenmeile, der Landtag und die Nikolaikirche mit grüner Kuppel,  rechts dahinter am Alten Markt das Alte Rathaus mit grüner Kuppel und goldener Atlas-Figur. Das Museum Barbarini wäre ganz rechts im Bild....

Zwei Ansichten von 1987 und 2016 zeigen den Zustand vorher: Das Schloß ist natürlich noch nicht geplant und ein Teil der Freifläche diente als Parkplatz, ein Teil des ehemaligen Lustgartens wurde Parkanlage. Links der Nikolaikirche liegt das Lehrerseminar. Das Alte Rathaus wurde ab 1960 renoviert und dient nun als Museum.

Schloßplatz 1987, Ansicht einer privaten Postkarte (Bluhm)
Schloßplatz 1987, Ansicht einer privaten Postkarte aus der DDR (Bluhm)


Zustand 2016: Das alte Lehrerseminar ist bereits entkernt und die Baucontainer stehen schon. An dieser Stelle steht heute ein Laden- und Bürobau in barockem und klassizistischem Stil. Eigentlich ist die ganze Gestaltung nach der Wende eine Geschichtsfälschung, aber es sieht zumindest schön aus.

Zustand 2016: Das alte Lehrerseminar ist bereits entkernt
Zustand 2016: Das alte Lehrerseminar ist bereits entkernt


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Neuer Markt
Man merkt schon, daß die Preußen diese Stadt in den märkischen Sand geplant haben. Die Straßen sind ein bißchen breiter, die Kirchen ein bißchen höher und der Palast, der für den brandenburgische Landtag wieder neu aufgebaut wurde, ist auch nicht gerade klein. Entsprechend groß sind die Vorplätze und wenn man den Turm der weißen Garnisonskirche sieht, dem nun das Kirchenschiff fehlt, kann man sich vorstellen, wie diese alte Militärstadt auf Besucher gewirkt haben muß. Viele Gebäude könnten auch in Paris oder München stehen, wo man nach 1803 alles Beengende und Alte plattgemacht hat, damit Platz für Repräsentation und Aufmärsche geschaffen wurde. Nach dem Mauerfall wurde fast alles um den Alten Markt neu gebaut. Nicht alles, was alt aussieht, ist auch alt, aber es ist zumindest schön aufgehübscht.

Der alte Markt in Potsdam - gut markiert, damit man weiß, wo man ist.
Der alte Markt in Potsdam - gut markiert, damit man weiß, wo man ist. Im Hintergrund das Filmmuseum, das bis vor ein paar Jahren noch im Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin war.


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Landtag
Der Landtag residert seit 2016 in dem neu aufgebaiten Alten Stadtschloß, das ab 1670 den brandenburgischen Kurfürsten als Residenz  diente und später auch von den preußischen Königen benutzt wurde. Friedrich II. (der Große) ließ es von dem Architekten Georg W. von Knobelsdorff ab 1747 im Rokoko-Stil umbauen und die Hohenzollern nutzten das Schloß bis zum Ende des Kaiserreiches 1918. Zum Gebäude gehörte der Lustgarten (Teile davon sind noch zu erkennen) und die üblichen Nebengebäude (Marstall, Orangerie, Gesindehäuser)

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloß beschädigt, von der DDR-Regierung als Zeichen gegen den feudalistischen Kampf gesprengt und - wie das Berliner Stadtschloß - von Grund auf neu aufgebaut. Günter Jauch und vor allen Dingen Hasso Plattner (der SAP-Gründer und Chef) gaben große Summen zur Rekonstruktion der Fassade. 

Der Innenhof ist öffentlch und sieht absolut barock aus. Als Hingucker standen vor ein paar Jahren stählerne Kulissen herum, die Teile von Schloß Sanssouci zitierten. Warum das so war, habe ich damals nicht rausgekriegt. Zu besichtigen ist das Neue/Alte Stadtschloß jedenfalls nicht. Man kommt ja auch nicht so ohne weiteres in das Schweriner Schloß.

Der Brandenburger Landtag sitzt im alten/neuen Potsdamer Stadtschloß - im Innenhof steht eine Replika aus dem friderizinichen Schloß Sanssouci
Der Brandenburger Landtag sitzt im alten/neuen Potsdamer Stadtschloß - im Innenhof stehen Dachrepliken aus dem friderizinichen Schloß Sanssouci

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Nikolaikirche
Die Nikolaikirche ist seit ihrer Fertigstellung 1837 das Wahrzeichen der Stadt. Die eigentliche Kirche wurde unter Friedrich-Wilhelm IV. von Karl Friedrich Schinkel erbaut, die Kuppel - mit 77 Metern Höhen der höchster Punkt der alten Innenstadt - entstand unter der Bauleitung seines Schüler Ludwig Persius' und Friedrich August Stülers. Die Vorgängerbauten sind erheblich älter. Im Spätmittelalter wird unter Kaiser Karl IV. 1375 zum erstenmal eine Pfarrkirche in Potsdam erwähnt, vermutlich eine romanische Kirche, die kurz darauf zu einer gotischen Hallenkiche umgebaut wurde. Um 1539 wurde Potsdam unter Kurfürsten Jwurdoachim II. evangelisch und die Kirche wurde auf einen großen Predigtsaal reduziert. Ab 1602 hieß sie „Katharinenkirche“ (nach der verstorbenen Ehefrau des Joachims II.)

1721 wurde diese Kirche abgerissen, denn Potsdam wuchs als Garnisonsstadt und brauchte eine größere Kirche. Die brannte 1795 jedoch ab und der Hofarchitekt Schinkel wurde mit dem Neubau beauftragt. Drr Bauherr, Friedrich Wilhelm III. lehnte jedoch die von Schnkel geplante Kuppel ab, weil die Kirche dann höher geworden wäre als das Schloß. Soweit ging der Protestantismus des Königs dann doch nicht.


Die Nikolaikriche ist einer der markantesten Punkte Potsdams - der Obelisk davor wurde neu aufgebaut

Die Nikolaikriche um 1988 - links ist das Lehrerseminar untergebracht (private Postkarte Bluhm)
Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm IV. , dachte aber anders als der Vater und so wurde die Kuppel doch noch gebaut und 1813 auf die Kirche gesetzt. Zur Sicherheit wurden noch vier Ecktürme gebaut, die die instruktion durch ihr Gewicht stabil hielten.

Dies erwies sich im zweiten Weltkrieg als sehr nützlich, weil die Kirche zwar stark beschädigt wurde, aber eben nicht einstürzte.

Nach etlichen Jahren Bautätigkeit wurde sie 1981 wieder geweiht und dient seitdem als Hauptpfarrkirche Potsdams.

Die Nikolaikriche um 1988 - links ist das Lehrerseminar untergebracht. (Private Postkarte Bluhm)

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Alter Markt,
Altes Rathaus
Das Alte Rathaus ist der vierte Bau eines Rathauses an fast gleicher Stelle. Der erste Bau von 1524 brannte zwölf Jahre später beim großen Stadtbrand 1536 mit ab. Der zweite Bau entstand an der Stelle des ersten Rathauses und hielt immerhin bis 1720. Dann war das Rathaus unmodern geworden (Preußen war auch mittlerweile Königreich) und wurde durch ein Konstrukt ersetzt, in dem die Verwaltung saß, aber auch Händler ihren Geschäften nachgingen (wie z.B. in Stralsund in der Hansezeit). Man baute zwar sechzehn Jahre später an und um, doch das Grundproblem, zuwenig Platz, blieb. 1713 machte der damalige König (Friedrich I., der Soldatenkönig) zwar Potsdam zur Garnisonsstadt, legte aber keinen Wert auf eine gescheite Verwaltung und steckte das Geld lieber in das MIlitär. So brauchte es eine Generation, bis der Sohn, Friedrich II. 1740 endlich König wurde und alles anders machte als sein Vater. Nachdem dessen Lieblingsarchitekt das Holländische Viertel zur Zufriedenheit des Alten Fritz' fertiggestellt hatte, ließ Friedrich von 1753-1755 neu bauen. Nun war halbwegs Platz für die Verwaltung, auch wenn man nicht so groß bauen konnte, wie Friedrich gewollt hätte, weil der Nachbar partout sein Grundstück nicht verkaufen wollte. Später konnte man in eine andere Richtung erweitern und Zwischengeschosse einziehen.

Die Atlasfigur, die die Welt auf ihren Schultern trägt, war kurz nach der Fertigstellung vom Dach gestürzt , weil sie - aus Blei - viel zu schwer war. Die neue Figur war nicht mehr massiv, sondern aus Kupferblech gefertigt, wurde vergoldet und steht - ganz neu - heute wieder da wie früher.

Dieses vierte Rathaus diente bis zum Ersten Weltkrieg der Stadtverwaltung als Dienstsitz, als Gefängnis und als Sitz der Sparkasse. Schnell wurden die Räume wieder zu klein und man bezog zusätzlich den nebenan gelegenen Palazzo Barberini, ein Haus im italienischen Stil. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Räume im Stadtschloß frei, weil der Kaiser ja nach Holland umgezogen war. Die Verwaltung zog dorthin und hatte genug Platz, die Sparkasse blieb im Rathaus.

Nachdem es am 14. April 1945 einen  Luftangriff gegeben hatte, war das Rathaus zwar beschädigt, aber noch reparabel. Die Rote Armee zerstörte jedoch bis zum 30. April fast das gesamte Viertel. Ein Wiederaufbau des feudalistischen Schlosses war nicht im Sinne der DDR, doch 1960 wurde das Rathaus immerhin so instand gesetzt, daß man es als „Kulturhaus“ für die Arbeiter und Bauern benutzen konnte.

Erst lange nach der Wiedervereinigung ging es mit der Restaurierung weiter. 2010 beschloß der Stadtrat, aus dem Rathaus ein Museum zu machen, am 15. Dezember wurde der (fast neue) Atlas wieder auf dem Dach montiert und seit 2013 ist das Alte Rathaus ein Museum.

Das Alte Rathaus in Potsdam - fünfhundert Jahre Geschichte und fünf Neubauten.
Das Alte Rathaus in Potsdam - fünfhundert Jahre Geschichte und fünf Neubauten. Für die Detailaufnahme des Atlas klicke auf das Bild.

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Alter Markt,
Museum Barberini
Der originale  Palazzo Barberini in Rom wurde im 15. Jahrhundert von der Mailänder Adelsfamilie der Sforza als Residenzpalast errichtet und von der Familie des Papstes Urban VIII:, den Barberini, erworben und ab ab 1625 umgebaut. Der preußische König Friedrich II. (der Große) hatte in seiner Lieblingsstadt Potsdam kurz nach seinem Amtsantritt viele schlichten Häuser  (Soldatenunterkünfte) Potsdams durch aufwendigere Gebäude ersetzt, um die Stadt baulich aufzuwerten. Von 1771 bis 1772 ließ Friedrich den „ Palast Barberinibauen, der wie sein italienische Vorbild sein sollte, doch die Fassade sollte dem Stadtschloß und der Nikolaikirche gleichermaßen gegenüber liegen. Friedrich hätte in Potsdam sicher noch mehr ähnliche Bauten errichten lassen, wenn ihn der Siebenjährige Krieg (17561763) nicht zu einer gewissen Sparsamkeit gezungen hätte. Bewohnt hat er ihn den Palast aber nicht allzuoft, denn sein Herz hing eher an Schloß Sanssouci.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Palast Barberini - wie auch das Stadtschloß - sehr stark beschädigt und von der DDR-Regierung in den Nachkriegsjahren gesprengt - wie so viele der als feudalistisch bezeichnet Bauten. Erst nach der Wiedervereinigung 1990 entstanden Pläne, die als Parkplatz genutzte Brache um das Alte Rathaus wieder aufzubauen. Es war Hasso Plattner, der Gründer von SAP und mehrfacher Milliadär, der sich bereit erklärte, nicht nur den Neuaufbau des Palazzo Barberini zu finanzieren, sondern er schenkte der Stadt auch seine milliardenschwere Kunstsammlungvon bislang 115 modernen Gemälden. Darunter sind allein 40 Werke von Claude Monet, etliche Werke der Fauvisten um Maurice de Vlaminck, Bilder von Alfred Sisley, Camille Pissaro, Berthe Morisot und vielen anderen französische und deutsche Maler zwischen Impressionismus und beginnendem Expressionismus. Wenn man weiß, daß Plattner mit seiner HPI-Software und Tausenden Servern in der Corona-Zeit ab 2020 dafür sorgte, daß die Schulen bundesweit Online-Unterricht machen konnten, daß er mit dem Hasso-Plattner-Institut eine private Universität und Forschungseinrichtung finanziert und noch viele andere Dinge bezahlt(e), kann man vor dieser Art Mäzenatentum nur den Hut ziehen. Auch der Hoffenheimer Fußballverein bekam von ihm ein funkelnagelneues Stadion gegenüber dem Sinsheimer Museum an der A6.

Im Erdgeschoß und im ersten Stock des Barberini finden regelmäßig Wechselausstellungen statt - zuletzt (Sommer 2026) eine Pointlismus-Ausstellung um Paul Signac und George Seurat. Der Eintrit von € 16,00 für das ganze Museum erschien moderat und war sicher nicht überteuert.
Das Museum Barberini von der Nikolaikirche aus
Oben: Das Museum Barberini von der Nikoliakirche aus


Unten: Der Innenhof des Museum Barberini mit der Skulptur „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer
Der Innenhof des Museum Barberini
Der Innenhof des Museum Barberini mit Wolfgang Matthuers Skulptur „Jahrhundertschrit“


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Lange Brücke und Havel
Die Lange Brücke über die Havel ist die Verbindung zwischen dem alten Zentrum und der Südstadt , zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt und außerdem führt die B1/B2 darüber, so daß hier immer viel Verkehr ist. Für die Überquerung der Straße sollte man ein paar Minuten mehr ansetzen, denn die Rotphasen sind lang und die Grünphasen so kurz, daß man auch als normaler Fußgänger nicht alle vier Spuren + Straßenbahngleise (ca. dreißig Meter) in der Grünphase schafft. Dafür rasen Autos und Radfahrer* über den knappen Straßenraum der Langen Brücke und man kommt nur gefahrlos auf die andere Seite, wenn am Linksabbieger die Radfahrer selbst im Stau stehen und warten, bis sie dran sind.

Die lange Brücke am Landtag über die Havel verbindet die Brandenburger Vorstadt mit der südlichen Innenstadt
Die „Lange Brücke“ über die Havel verbindet die Brandenburger Vorstadt (Landtag, Nikolaikirche, Rathaus) mit der südlichen Innenstadt und dem Bahnhof

Die Havel ist in der Altstadt allgegenwärtig und man kann fast überall dort entlanggehen und sich irgendwo hinsetzen. Die erste größere Aufenthaltsfläche ist der Bereich zwischen dem Hotel Mercure und den Anlegeplätzen der Potsdamer Schiffahrt, zwischen Landtag und Lustgarten. Ist man im Mercure einquartiert, muß man nicht über die Straße und kommt direkt zu den Schiffsanlegern am südwestlichen Ende der Havelinsel („Freundschaftssinsel“) und da kann  man wunderschön entlanglaufen - oder man stellt sich ab zehn Uhr an, um ein Ticket für eine Havelrundfahrt zu bekommen. Die kann zwischen zwei und acht Stunden dauern - je nachdem, ob man noch auf den Seen bis nach Berlin streifen will oder ob die Fahrt durch Potsdam reicht.

Die Anlegestelle zwischen Hotel Mercure und dem Havelufer
Die Anlegestelle zwischen Hotel Mercure und dem Havelufer

Mittags liegen die schattigen Plätze in den Restaurants, wo man gut auf den Fluß sieht, alle möglichen Tretboot vorbeikommen - zwische Porsche und pinkem Schwan gibt es alle Geschmacksverirrungen - und sehr gut essen kann. Uns hat das El Puerto Cafe gut gefallen (Lammhüfte auf spanische Art), aber wir waren auch früh dran. Als wir gingen, legten gerade zwei Schiffe an und ganze Hundertschaften drängelten sich an der Tür und wollten essen.

El Puerto  - Café, Restaurant, Bistro, Lange Brücke 6, 14467 Potsdam

El Puerto  - Café, Restaurant, Bistro, Lange Brücke 6, 14467 Potsdam, nicht billig, aber hervorragend


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Das Holländische Viertel
Das Holländische Viertel wurde ab 1733 als zweite Stadterweiterung unter Friedrich Wilhem I. (dem Soldatenkönig) geplant. Weil das geplante Viertel im Sumpf lag, mußte der erst trockengelegt werden und dann waren noch -zigtausende von Pfählen in den Grund zu rammen, damit die Häsuer stabil standen - wie in Venedig. Friedrich Wilhelms I. Vorliebe für den niederländischen Baustil rührt sicher von seiner Verwandschaft zum Haus Oranien-Nassau her und bei den Besuchen ab 1702 in den Niederlanden hatte Friedrich den calvinistischen Baustil kennengelernt, der ohne Gardinen vor den Fenstern auskommt, weil man als guter Calvinist ja zeigen soll, wie gottgefällig man lebt. Jedenfalls brauchte Friedrich Wilhelm Platz für seine Soldaten und so entstand dieses Viertel aus 134 Häusern. Niederländische Baumeister galten im Wohnungsbau als sehr erfahren und darum wurden sie mit dem Bau betraut.

Vor der Fertigstellung starb Friedrich Wilhelm I. allerdings und konnte die fertige Soldatenstadt nicht mehr erleben. Sein Sohn Friedrich II. (der Große) ließ den Bau ab 1740 noch fertigstellen, verkleinerte jedoch das Heer und so stellten nicht mehr Soldaten die Mehrzahl der Bewohner, sndern es wohnten dort holländische, französische (hugenottische) und preußische Handwerker und Künstler und aus der Militätsadt wurde einer der schönsten Stadtteile Potsdams. Das holländische Viertel überdauerte alle Kriege und die DDR und ist im Wesentlichen so erhalten, wie es seit fast dreihundert Jahren steht. Nur die vielen Touristenn stören manchmal. An einer Wand fand ich eine Tafel über die Gründung der Kommunistischen Partei in diesem Haus.
Das Holländische Viertel in Potsdam
Das Holländische Viertel in Potsdam

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Brandenburger Tor
Dieses Brandenbuger Tor markiert am Luisenplatz den westlichen Anfang der Brandenburger Straße bis zur Kirche St. Peter und Paul.und stand bereits um 1733 als Bestandteil der Stadtmauer. Nach dem Siebenjährigen Krieg entschloß sich Friedrich II. (der Große) der Situation angemessen das Tor neu bauen zu lassen und gab es 1770 in Auftrag. DA Preußen aus diesem krieg als relaiver Gewinner hervorgng, mußte das Tor ein Siegestor werden und wurde daher im römischen Stil erbaut. Wie das Berliner Tor hat dieses Tor zwei unterschuedliche Sieten, eine zur Stadt, eine aus der Stadt heraus. Zu DDR-Zeiten hing natürlich über dem Tor die rote Fahne - seit dem Mauerfall hat man aber auf eine Fahne verzichtet.

Das Potsdamer Brandenburger Tor zu DDR-Zeit um 1988 (Bluhm)
Oben: Das Potsdamer Brandenburger Tor zu DDR-Zeit um 1988 (private Postharte Bluhm)

Unte; Das Potsdamer Brandenburger Tor steht am Anfang der Brandenburger Straße
Das Potsdamer Brandenburger Tor steht am Anfang der Brandenburger Straße

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Brandenburger Straße
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Vor dem Brandenburger Tor ist auch Platz für die Leierkastenmänner
Vor dem Brandenbuger Tor ist acuh Platz für die Leierkastenmänner

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Die Brandenburger Straße ist eine Einkaufsmeile in Potsdam
Die Brandenbuger Straße ist eine Einkaufsmeile in Potsdam

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