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- Alter Markt - Neuer Markt - Landtag - Nikolaikirche - Altes Rathaus - Museum Barberini - Havel - Brandenburger Tor - Brandenburger Straße - Holländisches Viertel
Eine
Erkundung Potsdams braucht mindestens eine Woche, weil es hier
soviel zu sehen gibt, daß man mit zwei bis drei Tagen nicht sehr weit
kommt. Allein für die Schlösser der Hohenzollern sind drei Tage das
Minimum (Schloß Sanssouci, Neues Palais, Park mit Teepavillon, Mühle),
ein Tag geht für das Filmmuseum am Neuen Markt drauf, ein Tag für Landtag,
Nikolaikirche, Altes Rathaus und das Holländische Viertel. Einen
weiteren Tag kann man für das Museum Barberini (neben dem Alten
Rathaus) ansetzen und dann hat man noch keinen Kilometer der Havel
gesehen. Für alle diese Ziele gibt es eigentlich nur ein Hotel, das
gegenüber dem Potsdamer Landtag, doch das geht wegen der Finanzen eher
nicht mit einem Stall voller Kinder.
- Der
Vorteil dieses Hotels ist aber die absolut zentrale Lage, die Nähe zum
Bahnhof, den Anlegestegen der Potsdamer Schiffahrt und die Nähe zu de
Sehenswürdigkeiten. Das Frühstücksbufett ist umwerfend und einen
Parkplatz kann man auch kriegen, wenn man mit dem Auto gekommen ist und
noch außerhalb etwas sehen will
(z.B., die Seen, Werder an der Havel, Schloß Caputh, Schloß Grunewald
etc.). Im Übrigen gibt es in Potsdam Massen von Fahrradfahrern* - mehr
als in Bonn - ob so viele wie in Münster, weiß ich nicht. Ganz
wichtig ist die Erkenntnis, daß nicht alles echt ist, was man zu sehen bekommt.
- (* = männlich, weiblich, divers und alles andere...)
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 - Aussicht
vom Hotel im fünfzehnten Stockwerk: Links die die Friedrich-Ebert-Straße
ins Holländische Viertel, rechts davon eine Büro- und Ladenmeile, der Landtag und die Nikolaikirche
mit grüner Kuppel, rechts dahinter am Alten Markt das Alte
Rathaus mit grüner Kuppel und goldener Atlas-Figur. Das Museum
Barbarini wäre ganz rechts im Bild....
- Zwei
Ansichten von 1987 und 2016 zeigen den Zustand vorher: Das Schloß ist
natürlich noch nicht geplant und ein Teil der Freifläche diente als
Parkplatz, ein Teil des ehemaligen Lustgartens wurde Parkanlage. Links der Nikolaikirche liegt das Lehrerseminar. Das Alte
Rathaus wurde ab 1960 renoviert und dient nun als Museum.

- Schloßplatz 1987, Ansicht einer privaten Postkarte aus der DDR (Bluhm)
Zustand
2016: Das alte Lehrerseminar ist bereits entkernt und die Baucontainer
stehen schon. An dieser Stelle steht heute ein Laden- und Bürobau in
barockem und klassizistischem Stil. Eigentlich ist die ganze Gestaltung
nach der Wende eine Geschichtsfälschung, aber es sieht zumindest schön
aus.

Zustand 2016: Das alte Lehrerseminar ist bereits entkernt
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- Neuer Markt
- Man
merkt schon, daß die Preußen diese Stadt in den märkischen Sand geplant
haben. Die Straßen sind ein bißchen breiter, die Kirchen ein bißchen
höher und der Palast, der für den brandenburgische Landtag wieder neu aufgebaut wurde,
ist auch nicht gerade klein. Entsprechend groß sind die Vorplätze und
wenn man den Turm der weißen Garnisonskirche sieht, dem nun das
Kirchenschiff fehlt, kann man sich vorstellen, wie diese alte
Militärstadt auf Besucher gewirkt haben muß. Viele Gebäude könnten auch
in Paris oder München stehen, wo man nach 1803 alles Beengende und Alte
plattgemacht hat, damit Platz für Repräsentation und Aufmärsche
geschaffen wurde. Nach dem Mauerfall wurde fast alles um den Alten
Markt neu gebaut. Nicht alles, was alt aussieht, ist auch alt, aber es
ist zumindest schön aufgehübscht.
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- Der alte Markt in Potsdam -
gut markiert, damit man weiß, wo man ist. Im Hintergrund das
Filmmuseum, das bis vor ein paar Jahren noch im Sony Center am
Potsdamer Platz in Berlin war.
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- Landtag
- Der Landtag residert seit 2016 in dem neu aufgebaiten Alten Stadtschloß, das ab 1670 den brandenburgischen Kurfürsten als Residenz diente und später auch von den preußischen Königen benutzt wurde. Friedrich II. (der Große) ließ es von dem Architekten
Georg W. von Knobelsdorff ab 1747 im Rokoko-Stil umbauen und die
Hohenzollern nutzten das Schloß bis zum Ende des Kaiserreiches 1918.
Zum Gebäude gehörte der Lustgarten (Teile davon sind noch zu erkennen)
und die üblichen Nebengebäude (Marstall, Orangerie, Gesindehäuser)
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloß beschädigt, von der DDR-Regierung als
Zeichen gegen den feudalistischen Kampf gesprengt und - wie das
Berliner Stadtschloß - von Grund auf neu aufgebaut. Günter Jauch und
vor allen Dingen Hasso Plattner (der SAP-Gründer und Chef) gaben große
Summen zur Rekonstruktion der Fassade.
- Der
Innenhof ist öffentlch und sieht absolut barock aus. Als Hingucker
standen vor ein paar Jahren stählerne Kulissen herum, die Teile von
Schloß Sanssouci zitierten. Warum das so war, habe ich damals nicht rausgekriegt.
Zu besichtigen ist das Neue/Alte Stadtschloß jedenfalls nicht. Man
kommt ja auch nicht so ohne weiteres in das Schweriner Schloß.

Der Brandenburger Landtag sitzt im
alten/neuen Potsdamer Stadtschloß - im Innenhof stehen Dachrepliken aus
dem friderizinichen Schloß Sanssouci
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- Nikolaikirche
- Die Nikolaikirche ist seit ihrer Fertigstellung 1837 das Wahrzeichen der Stadt. Die eigentliche Kirche wurde unter Friedrich-Wilhelm IV. von Karl Friedrich Schinkel
erbaut, die Kuppel - mit 77 Metern Höhen der höchster Punkt der alten
Innenstadt - entstand unter der Bauleitung seines Schüler Ludwig Persius' und Friedrich August Stülers. Die Vorgängerbauten sind erheblich älter. Im Spätmittelalter wird unter Kaiser Karl IV.
1375 zum erstenmal eine Pfarrkirche in Potsdam erwähnt, vermutlich eine
romanische Kirche, die kurz darauf zu einer gotischen Hallenkiche
umgebaut wurde. Um 1539 wurde Potsdam unter Kurfürsten Jwurdoachim II. evangelisch
und die Kirche wurde auf einen großen Predigtsaal reduziert. Ab 1602
hieß sie „Katharinenkirche“ (nach der verstorbenen Ehefrau des Joachims II.)
1721 wurde diese Kirche abgerissen, denn Potsdam wuchs als
Garnisonsstadt und brauchte eine größere Kirche. Die brannte 1795
jedoch ab und der Hofarchitekt Schinkel wurde mit dem Neubau
beauftragt. Drr Bauherr, Friedrich Wilhelm III.
lehnte jedoch die von Schnkel geplante Kuppel ab, weil die Kirche dann
höher geworden wäre als das Schloß. Soweit ging der Protestantismus des
Königs dann doch nicht.
Die Nikolaikriche ist einer der markantesten Punkte Potsdams - der Obelisk davor wurde neu aufgebaut
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- Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm IV. , dachte aber
anders als der Vater und so wurde die Kuppel doch noch gebaut und 1813
auf die Kirche gesetzt. Zur Sicherheit wurden noch vier Ecktürme gebaut, die die instruktion durch ihr Gewicht stabil hielten.
- Dies
erwies sich im zweiten
Weltkrieg als sehr nützlich, weil die Kirche zwar stark beschädigt
wurde, aber eben nicht einstürzte.
- Nach etlichen Jahren Bautätigkeit
wurde sie 1981 wieder geweiht und dient seitdem als Hauptpfarrkirche
Potsdams.
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Die Nikolaikriche um 1988 - links ist das Lehrerseminar untergebracht. (Private Postkarte Bluhm)
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- Alter Markt,
- Altes Rathaus
Das Alte Rathaus
ist der vierte Bau eines Rathauses an fast gleicher Stelle. Der erste
Bau von 1524 brannte zwölf Jahre später beim großen Stadtbrand 1536 mit
ab. Der zweite Bau entstand an der Stelle des ersten Rathauses und
hielt immerhin bis 1720. Dann war das Rathaus unmodern geworden
(Preußen war auch mittlerweile Königreich) und wurde durch ein
Konstrukt ersetzt, in dem die Verwaltung saß, aber auch Händler ihren
Geschäften nachgingen (wie z.B. in Stralsund in der Hansezeit). Man
baute zwar sechzehn Jahre später an und um, doch das Grundproblem,
zuwenig Platz, blieb. 1713 machte der damalige König (Friedrich I., der
Soldatenkönig) zwar Potsdam zur Garnisonsstadt, legte aber keinen Wert auf eine gescheite Verwaltung und
steckte das Geld lieber in das MIlitär. So brauchte es eine Generation,
bis der Sohn, Friedrich II.
1740 endlich König wurde und alles anders machte als sein Vater.
Nachdem dessen Lieblingsarchitekt das Holländische Viertel zur
Zufriedenheit des
Alten Fritz' fertiggestellt hatte, ließ Friedrich von 1753-1755 neu
bauen. Nun war halbwegs Platz für die Verwaltung, auch wenn man nicht
so groß bauen konnte, wie Friedrich gewollt hätte, weil der Nachbar
partout sein Grundstück nicht verkaufen wollte. Später konnte man in
eine andere Richtung erweitern und Zwischengeschosse einziehen.
- Die
Atlasfigur, die die Welt auf ihren Schultern
trägt, war kurz nach der Fertigstellung vom Dach gestürzt , weil sie -
aus Blei - viel zu schwer war. Die neue Figur war nicht mehr massiv,
sondern aus Kupferblech gefertigt, wurde vergoldet und steht - ganz neu - heute
wieder da wie früher.
- Dieses vierte
Rathaus diente bis zum Ersten Weltkrieg der Stadtverwaltung als
Dienstsitz, als Gefängnis und als Sitz der Sparkasse. Schnell wurden
die Räume wieder zu klein und man bezog zusätzlich den nebenan
gelegenen Palazzo Barberini, ein Haus im italienischen Stil. Nach dem
Ersten Weltkrieg wurden Räume im Stadtschloß frei, weil der Kaiser ja
nach Holland umgezogen war. Die Verwaltung zog dorthin und hatte genug
Platz, die Sparkasse blieb im Rathaus.
- Nachdem es am
14. April 1945 einen Luftangriff gegeben hatte, war das Rathaus
zwar beschädigt, aber noch reparabel. Die Rote Armee zerstörte jedoch
bis zum 30. April fast das gesamte Viertel. Ein Wiederaufbau des feudalistischen Schlosses war nicht im Sinne der DDR, doch 1960 wurde das
Rathaus immerhin so instand gesetzt, daß man es als „Kulturhaus“ für die
Arbeiter und Bauern benutzen konnte.
- Erst
lange
nach der Wiedervereinigung ging es mit der Restaurierung weiter. 2010
beschloß der Stadtrat, aus dem Rathaus ein Museum zu machen, am 15.
Dezember wurde der (fast neue) Atlas wieder auf dem Dach montiert und
seit 2013 ist das Alte Rathaus ein Museum.

Das
Alte Rathaus in Potsdam - fünfhundert Jahre Geschichte und fünf
Neubauten. Für die Detailaufnahme des Atlas klicke auf das Bild.
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Alter Markt, - Museum Barberini
- Der originale Palazzo Barberini in Rom wurde im 15. Jahrhundert von der Mailänder Adelsfamilie der Sforza als Residenzpalast errichtet und von der Familie des Papstes Urban VIII:, den Barberini, erworben und ab ab 1625 umgebaut. Der preußische König Friedrich II. (der Große) hatte
in seiner Lieblingsstadt Potsdam kurz nach seinem Amtsantritt viele
schlichten Häuser (Soldatenunterkünfte) Potsdams durch
aufwendigere Gebäude ersetzt, um die Stadt baulich aufzuwerten. Von
1771 bis 1772 ließ Friedrich den „ Palast Barberini“ bauen, der wie sein italienische Vorbild sein sollte,
doch die Fassade sollte dem Stadtschloß und der Nikolaikirche
gleichermaßen gegenüber liegen. Friedrich hätte in Potsdam sicher noch
mehr ähnliche Bauten errichten lassen, wenn ihn der Siebenjährige Krieg
(17561763) nicht zu einer gewissen Sparsamkeit gezungen hätte. Bewohnt
hat er ihn den Palast aber nicht allzuoft, denn sein Herz hing eher an
Schloß Sanssouci.
- Im Zweiten
Weltkrieg wurde der Palast Barberini - wie auch das Stadtschloß - sehr
stark beschädigt und von der DDR-Regierung in den Nachkriegsjahren
gesprengt - wie so viele der als feudalistisch
bezeichnet Bauten. Erst nach der Wiedervereinigung 1990 entstanden
Pläne, die als Parkplatz genutzte Brache um das Alte Rathaus wieder
aufzubauen. Es war Hasso Plattner,
der Gründer von SAP und mehrfacher Milliadär, der sich bereit erklärte,
nicht nur den Neuaufbau des Palazzo Barberini zu finanzieren, sondern er schenkte der Stadt auch seine milliardenschwere Kunstsammlungvon
bislang 115 modernen Gemälden. Darunter sind allein 40 Werke von
Claude Monet, etliche Werke der Fauvisten um Maurice de Vlaminck,
Bilder von Alfred Sisley, Camille Pissaro, Berthe Morisot und vielen
anderen französische und deutsche Maler zwischen Impressionismus und
beginnendem
Expressionismus. Wenn man weiß, daß Plattner mit seiner HPI-Software
und Tausenden Servern in der Corona-Zeit ab 2020 dafür sorgte, daß die
Schulen bundesweit Online-Unterricht machen konnten, daß er mit dem
Hasso-Plattner-Institut eine private Universität und
Forschungseinrichtung finanziert und noch viele andere Dinge
bezahlt(e), kann man vor dieser Art Mäzenatentum nur den Hut ziehen.
Auch der Hoffenheimer Fußballverein bekam von ihm ein funkelnagelneues
Stadion gegenüber dem Sinsheimer Museum an der A6.
- Im Erdgeschoß
und im ersten Stock des Barberini finden regelmäßig
Wechselausstellungen statt - zuletzt (Sommer 2026) eine
Pointlismus-Ausstellung um Paul Signac und George Seurat. Der Eintrit
von € 16,00 für das ganze Museum erschien moderat und war sicher nicht
überteuert.

- Oben: Das Museum Barberini von der Nikoliakirche aus
Unten: Der Innenhof des Museum Barberini mit der Skulptur „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer

Der Innenhof des Museum Barberini mit Wolfgang Matthuers Skulptur „Jahrhundertschrit“
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- Lange Brücke und Havel
- Die Lange
Brücke über die Havel ist die Verbindung zwischen dem alten Zentrum und
der Südstadt , zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt und außerdem
führt die B1/B2 darüber, so daß hier immer viel Verkehr ist.
Für die Überquerung der Straße sollte man ein paar Minuten mehr
ansetzen, denn die Rotphasen sind lang und die Grünphasen so kurz, daß
man auch als normaler Fußgänger nicht alle vier Spuren +
Straßenbahngleise (ca. dreißig Meter) in der Grünphase schafft. Dafür
rasen Autos und Radfahrer* über den knappen Straßenraum der Langen
Brücke und man kommt nur gefahrlos auf die andere Seite, wenn am
Linksabbieger die Radfahrer selbst im Stau stehen und warten, bis sie
dran sind.

Die „Lange Brücke“ über die Havel verbindet die
Brandenburger Vorstadt (Landtag, Nikolaikirche, Rathaus) mit der
südlichen Innenstadt und dem Bahnhof
- Die Havel ist in
der Altstadt allgegenwärtig und man kann fast überall dort entlanggehen
und sich irgendwo hinsetzen. Die erste größere Aufenthaltsfläche ist
der Bereich zwischen dem Hotel Mercure und den Anlegeplätzen der
Potsdamer Schiffahrt, zwischen Landtag und Lustgarten. Ist man im Mercure
einquartiert, muß man nicht über die Straße und kommt direkt zu den Schiffsanlegern am südwestlichen
Ende der Havelinsel („Freundschaftssinsel“) und da kann man
wunderschön entlanglaufen - oder man stellt sich ab zehn Uhr an, um ein
Ticket für eine Havelrundfahrt zu bekommen. Die kann zwischen zwei und
acht Stunden dauern - je nachdem, ob man noch auf den Seen bis nach
Berlin streifen will oder ob die Fahrt durch Potsdam reicht.

Die Anlegestelle zwischen Hotel Mercure und dem Havelufer
- Mittags liegen
die schattigen Plätze in den Restaurants, wo man gut auf den Fluß
sieht, alle möglichen Tretboot vorbeikommen - zwische Porsche und
pinkem Schwan gibt es alle Geschmacksverirrungen - und sehr gut essen
kann. Uns hat das El Puerto Cafe gut gefallen (Lammhüfte auf spanische
Art), aber wir waren auch früh dran. Als wir gingen, legten gerade zwei
Schiffe an und ganze Hundertschaften drängelten sich an der Tür und
wollten essen.

El Puerto - Café, Restaurant, Bistro, Lange Brücke 6, 14467 Potsdam, nicht billig, aber hervorragend
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- Das Holländische Viertel
Das Holländische Viertel
wurde ab 1733 als zweite Stadterweiterung unter Friedrich Wilhem I.
(dem Soldatenkönig) geplant. Weil das geplante Viertel im Sumpf lag,
mußte der erst trockengelegt werden und dann waren noch -zigtausende
von Pfählen in den Grund zu rammen, damit die Häsuer stabil standen -
wie in Venedig. Friedrich Wilhelms I.
Vorliebe für den niederländischen Baustil rührt sicher von seiner
Verwandschaft zum Haus Oranien-Nassau her und bei den Besuchen ab 1702
in den Niederlanden hatte Friedrich den calvinistischen Baustil
kennengelernt, der ohne Gardinen vor den Fenstern auskommt, weil man
als guter Calvinist ja zeigen soll, wie gottgefällig man lebt. Jedenfalls brauchte Friedrich
Wilhelm Platz für seine Soldaten und so entstand dieses Viertel aus 134
Häusern. Niederländische Baumeister galten im Wohnungsbau als sehr
erfahren und darum wurden sie mit dem Bau betraut.
- Vor der
Fertigstellung starb Friedrich Wilhelm I. allerdings und konnte die
fertige Soldatenstadt nicht mehr erleben. Sein Sohn Friedrich II. (der
Große) ließ den Bau ab 1740 noch fertigstellen, verkleinerte jedoch das
Heer und so stellten nicht mehr Soldaten die Mehrzahl der Bewohner,
sndern es wohnten dort holländische, französische (hugenottische) und
preußische Handwerker und Künstler und aus der Militätsadt wurde einer
der schönsten Stadtteile Potsdams. Das holländische Viertel überdauerte
alle Kriege und die DDR und ist im Wesentlichen so erhalten, wie es
seit fast dreihundert Jahren steht. Nur die vielen Touristenn stören
manchmal. An einer Wand fand ich eine Tafel über die Gründung der
Kommunistischen Partei in diesem Haus.

- Das Holländische Viertel in Potsdam
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- Brandenburger Tor
- Dieses Brandenbuger Tor markiert am Luisenplatz den westlichen Anfang der Brandenburger Straße bis zur Kirche St. Peter und Paul.und stand bereits um 1733 als Bestandteil der Stadtmauer. Nach dem Siebenjährigen Krieg entschloß sich Friedrich
II. (der Große) der Situation angemessen das Tor neu bauen zu lassen
und gab es 1770 in Auftrag. DA Preußen aus diesem krieg als relaiver
Gewinner hervorgng, mußte das Tor ein Siegestor werden und wurde daher
im römischen Stil erbaut. Wie das Berliner Tor hat dieses Tor zwei
unterschuedliche Sieten, eine zur Stadt, eine aus der Stadt heraus. Zu
DDR-Zeiten hing natürlich über dem Tor die rote Fahne - seit dem
Mauerfall hat man aber auf eine Fahne verzichtet.

Oben: Das Potsdamer Brandenburger Tor zu DDR-Zeit um 1988 (private Postharte Bluhm)
- Unte; Das Potsdamer Brandenburger Tor steht am Anfang der Brandenburger Straße

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Brandenburger Straße- Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - TText - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - TText - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - Text - T

- Vor dem Brandenbuger Tor ist acuh Platz für die Leierkastenmänner
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Die Brandenbuger Straße ist eine Einkaufsmeile in Potsdam
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