zurück nach Brandenburg
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- Eine
gute Möglichkeit, das nördliche Brandenburg zu erkunden, ist ein
Quartier in Werder an der Havel. Damit hat man die Möglichkeit, schnell
mal nach Potsdam hineinzufahren und sich durch die
Hohenzollern-Geschichte durchzuarbeiten, man kann das Havelland
durchkreuzen, weiter nach Neuruppin und West-oder Ostpriegnitz und am
Ende des Tages ist man wieder dort, wo die nächsten Tage das Zuhause
sein wird. 2007 haben wir so begonnen, hatten auf der Havelinsel eine
Bleibe in einem ehemaligen Kloster und konnten uns dem nördlichen
Brandenburg ein bißchen nähern. Dies haben wir länger beibehalten, doch
ein paar Jahre sind wir direkt südlicher eingestiegen, haben die
Wohnung im Spreewald
und die Tagestouren gehen nun bis zur Lausitz. Noch besser ist das
Hotel gegenüber dem Potsdamer Landtag, doch das geht nur zu zweit.
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 - Eine der vielen Ferienwohnungen, die man hier mieten kann
- Als
wir das erste Mal in Brandenburg waren, wohnten wir auf der Havelinsel an der
Mühle in Werder. Die Wohnung lag zwischen der Kirche und der alten
Mühle, hatte Havelanschluß am Garten und wir haben etliche Abende dort
gesessen, aufs Wasser geschaut, Enten und Schwäne beobachtet und fanden als gestreßte Großstadtmensch durchaus unsere Ruhe. Die
Kinder waren noch nicht zu groß und ließen sich unproblematisch
auf Spielplatz oder in der Innenstadt parken, stromerten auf dem
Inselchen herum und verlorengehen konnte keiner. Am Ostersamstag wurden
überall die Osterfeuer entzündet und brannten bis zum frühen Morgen,
während die Kirche um Mitternacht ihre Glocken hören ließ.
- Diese
Wohnung diente uns eine Woche lang als Stützpunkt und wir haben später
die Lage zu schätzen gewußt: Über die Havelbrücke war man in fünf
Minuten in der Altstadt von Werder, mit dem Auto in einer Viertelstunde
in Potsdam und in einer guten halben Stunde in Berlin.
Nach Rheinsberg waren es anderthalb Stunden, ebenso nach Neuruppin und
wir haben in dieser ersten Brandenburger Woche gelernt, daß das Land zu
groß ist um es in einer Woche auch nur annähernd kennenzulernen. Um
Nordrhein-Westfalen zu verstehen, habe ich mein ganzes Leben gebraucht
und dieses Bundesland ist nur ein bißchen größer als Brandenburg. NRW
allerdings mehr als siebenmal soviele Einwohner - auch das merkt man
auf den Touren.
- Auto oder Motorrad ist ein Muß, wenn man etwas sehen
will, Bus, Bahn oder Fahrrad kann man getrost vergessen, denn
Fahrradfahren ist außerhalb der Radwege nicht wirklich zu empfehlen,
weil man in den Dörfern sehr oft noch Schotterpisten oder dieses grobe
Kopfsteinpflaster hat, was der GröFaZ als panzertaugliches
Kopfsteinpflaster verlegen ließ (Kantenlänge s.o.) und von der
Nazi-Zeit bis heute liegen diese Blöcke auf den Straßen. Die DDR hat seit 1949
zwar ein paarmal drüber asphaltiert, aber das hilft nicht auf Dauer und
alle Straßen auf vernünftiges Niveau zu bringen hat seit der Wende
keine Regierung geschafft. Es wäre auch zu teuer. Wer partout Fahrrad
fahren will, ist mit einem Mountain-Bike mit extra dicken Reifen gut
beraten und pumpt sie halt nur zur Hälfte auf - auch das federt.
- Kopfsteinpflaster in Werder aus der Zeit vor dem letzten Krieg
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