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Kurfürst Karl Theodor
ließ das Alte Schloß
also abreißen und Schloß Benrath ab 1755 neu bauen. Weil er Geld genug hatte, suchte er gescheite Baumeister und fand Nicolas de Pigage,
einen 1723 geborenen Architekten, der er kurz nach dessen Ausbildung
engagierte und fortan beschäftigte. Ab 1752 wurde de Pigage
Obrbaumeister am kupfälzischen Hof auf Schloß Mannheim, erledigte die
ihm übertragenen Aufgaben und bekam 1755 den Befehl in Benrath ein
neues Schloß zu bauen. Er wurde ab 1762 auch noch Gartenmeister,
arbeitete an der Mannheimer Residenz und baute noch ein paar kleinere
Häuschen wie das Schwetzinger Schloßtheater mit dem Schloßgarten - er
war eben gut.
Für Benrath schwebte Karl Theodor ein kleines Versailles vor, mehrere Flügel, großer Garten, schönes Wohnhaus - was man als größerer Herrscher eben so braucht. Nun war der Bauplatz recht groß und so konnte de Pigage in die Fläche gehen und die Gebäude etwas auflockern. Für die heutgen Touristen ist das schwierig, wenn sie nicht zufällig eine Fotodrohne dabei haben, denn man sieht immer nur einen kleinen Ausschnitt des Anwesens, egal wo man steht (Link zum Luftbild). Was man immer gut sehen kann ist das Haupthaus, die Wohnstube, wo der Kurfürst hätte wohnen sollen (Corps de logis) - wäre er nicht auch noch bayrischer Kurfürst geworden. So mußte er ab 1777 in München wohnen und hatte nicht mehr viel vom 1771 fertiggestellten Schloß. Dem Wittelsbacher Kurfürsten von Köln, Clemens August ging es mit Schloß Brühl aber ähnlich - der starb, bevor alles fertig war. ![]() Oben: Das Corps de logis (Wohnhaus) von der nördlichen Seeseite her. Unten: Gartenseite des Wohnhauses im Herbst ![]() nach oben Das Schloß wird seit etlichen Jahren renoviert und ausgebessert. Als ich 2003 das erste Mal da war, sah ich verschimmelte Wände, abgefallenen Putz und viele Feuchtigkeitsschäden. Das ist in den letzten Jahren zwar viel besser geworden, doch es bleibt immer noch genug zu tun. ![]() Ein Teil des nordwestlichen Eckflügels - ganz rechts kriegt man Tickets und Bücher nach oben Das Corps de logis kann man nicht so einfach besuchen. Man kann dort entweder heiraten, eine Ticket buchen oder eine Sonderausstellung besuchen. Letztens war es eine Ausstellung der Bilder Johnny Depps und man hätte für private Zwecke fotografieren können, aber nicht für online, Instagram etc.. Man muß sich das Innere so vorstellen wie ein abgespecktes Schloß Brühl oder ein abgespecktes bayrisches Schloß: Rosa Tapeten, einige Möbel aus dem 18. Jahrhundert, wenig Gold, Putten und Engelchen. Für einen Kurfürsten wäre es regelrecht spartanisch. Details findet man online. Mittwochs sollte man nicht kommen - da hat das Café geschlossen, die Buchhandlung auch, und wenn es regnet, kann man sich nicht unterstellen. Sitzbänke gibt es viel zuwenig. ![]() Das konnte man fotografieren: Das Ausstellungsplakat für Johnny Depps Bilder Anreise Mit der Bahn bis zum Bahnhof Benrath, ab da sind es ca. fünf Minuten zum Schloß. Mit dem Auto in die Schloßgarage (Paulistraße 12), Stunde: € 2,00 Eintritt in die Ausstellung Depp: € 24,00 Einlaß Nur online über https://www.schloss-benrath.de Bilder kann man kaufen: Eine Lithographie in 25oer Auflage sollte ca.€ ab 2.500,00 kosten. Das ist etwa der Preis für einen vergleichbaren Udo Lindenberg oder Otto Waalkes. Johnny Depp kann malerisch zwar mehr als Lindenberg, aber weniger als Otto (der hat dafür ja Kunst studiert). Essen gehen Nahe dem Schloß gibt es das vietnamesische Restaurant Omami. Das Essen war gut, der Tee auch, aber den Kaffee trinkt man besser woanders (gwönungsbedürftig mit Salz und gezuckerter Kondesnmilch) Omami Urdenbacher Allee 3a, 40597 Düsseldorf ,Telefon 0172 - 24 88 725 nach oben |
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