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Die Küppersmühle ist eine ehemalige Großmühle, die von 1860 an gut hundert Jahre bestand, bis sie 1972 stillgelegt wurde. Sie stand danach etliche Jahre leer, bis 1999 in diesen Räumen auf Initiative des Sammlers Hans Grothe ein Kunstmuseum entstand. Grothe hatte versucht seine Sammlung von etwa 800 Exponaten der Stadt Bonn anzubieten, scheiterte jedoch am Stadtrat (wie etliche spätere Projekte - Stichwort: Festspielhaus). Später verkaufte Grothe den größten Teil seiner Sammlung an das Sammlerehepaar Sylvia und Ulrich Ströher, die alles in der Küppersmühle ausstellen konnten. In den knapp 4.000 Quadrametern Ausstellungsfläche ist ebenfalls viel Platz für Wechselausstellungen. Jetzt (Okt. 2026) ist es die erste Ausstellung des Künstlers Jaume Plensa in Deutschland, für die man alleine gut zwei Stunden ansetzen kann. Einen ersten Vorgeschmack bekommt man beim Betreten des Areals. ![]() Die Küppersmühle ist heute ein tolles Museum Jaume Plensa ist in den letzten Jahren bekannter geworden. Seine Mädchenköpfe mit verschiedenen Namen finden sich mittlerweile in vielen Weltstädten an markanten Platzen, aber auch mitten in der Natur. In Salzburg sah ich fünf von ihnen auf dem Residenzplatz und selbst in Bonn steht vor dem Godesberger Bahnhof ein Kopf, um den es - wie in Bonn üblich - erst einmal viele Diskussionen gab. Immerhin wurde er aufgestellt. ![]() Fünf Plensa-Mädchen („Secret Garden“) im Juli/August 2025 um den Salzburger Residenzbrunnen, (zur Detailansicht eines Kopfes auf das Bild klicken) Plensas Markenzeichen sind diese Mädchenköpfe, die er nach lebenden Modellen fertigt. Erst werden von dem Mädchen 3D-Aufnahmen gemacht, dann wird der Kopf am Computer gestreckt und in Metall, Marmor oder Holz ausgeführt. Die großen Modelle sind aus Metall oder Kunststoff gegossen und werden innerlich miteinander so verschraubt, daß sie stabil auf ihrem Fundament stehen und nicht umfallen können. Bewußt wahrgenommen habe ich das erste Mal von Jaume Plensa eine Gitterskulptur, die in der venezianischen San-Giorgio-Kirche auf dem Boden stand. Diese Skulpturen gibt es hier auch, doch sie hängen von der Decke. ![]() Kopf „Stille“ in der Küppersmühle - der Klick auf das Bild führt zum Kopf auf der Biennale 2015 in Venedig Nach gut zwei Stunden Plensa und einem Film über ihn und seine Arbeitsweise sind wir froh, daß es ein Café gibt, wo man auf das Wasser gucken kann - immerhin hat Duisburg den größten Binnenhafen Europas, doch das merkt man hier nicht. Es gibt gescheiten Tee, der Kuchen ist ok - wir freuen uns auf die nächste Ausstellung hier. ![]() Das Café in der Küppersmühle hat seinen Charme - wir saßen aber jetzt drinnen. Küppersmühle, Philosophenweg 49-51, 47051 Duisburg, Parkplatz am Haus, bis elf Uhr sollte man da sein. Eintritt € 12,00 nach oben |
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