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- Russland 1944 -
1949
- 1943 wurde er mit seiner Truppe
nach Smolensk in Russland verlegt.
- Hier fing der Horror an - er
musste kämpfen, andere Menschen verletzen oder sogar
töten, um selbst zu überleben. Am 8.3.1944
wurde mein Uropa von russischen Partisanen
gefangengenommen und für 5 Jahre gefangengehalten,
bis er am 4.4.1949 freigelassen wurde. Er hat die
Gefangenschaft zwar überlebt, doch er hat seelische
und körperliche Schäden davongetragen. Seine
Kameraden und andere Leute rings um ihn herum sind
nacheinander gestorben, an Krankheiten, Kälte,
Hunger und verseuchtem Wasser.
- Mein Uropa bekam selbst auch
furchtbar viele Krankheiten, z.b. Flecktyphus, Phlegmonen
und Ruhr, aber er war sehr zäh, so dass er
überleben konnte. Als er heimkehrte, sah ihn meine
Oma als erste, als sie sich aus dem Fenster beugte und
erkannte ihn kaum. Er war todkrank und abgemagert, er
konnte sich kaum noch bewegen und war für lange Zeit
arbeitsunfähig.
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- Entschädigung
- Mein Uropa war insgesamt 62 Monate
in russischer Gefangenschaft, vom 8.3.1944 bis zum
4.4.1949.
- Am 15 Mai 1954 stellte mein Uropa
einen Entschädigungsantrag an das Landratsamt in
Neuwied (Kriegsgefangenenentschädigungsstelle). Er
bekam am 27.10.1956 eine Mitteilung, dass sein Antrag
bewilligt worden ist. Für jeden Kalendermonat in
Gefangenschaft wurden 30 Deutsche Mark Entschädigung
gezahlt, allerdings erst ab dem 1.1.1944, nach weiteren
zwei Jahren 60 Mark pro Monat.
- Mein Uropa bekam 24 Monate
á 30 Mark und 4 Monate á 60 Mark
ausgezahlt, also insgesamt eine Entschädigung in
Höhe von 960 Deutsche Mark für fünf Jahre
Kriegsgefangenschaft, die er mit Kälte, Hunger und
Krankheiten in Russland verbringen musste.
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