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Werkverzeichnis

Annette von Droste-Hülshoff
Herkunft

unter Mitarbeit von
(Anna Eckel) Klasse 10d / 2001, revidiert Mai 2007 © Martin Schlu

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1797
Annette von Droste-Hülshoff wird nach dem Kirchenbuch am 10. Januar, nach dem korrigierten Kirchenbuch am 14. Januar und nach familiärer Auskunft am 12. Januar auf Schloss Hülshoff, einer alten Wasserburg zwischen Havixbeck und Münster, geboren. Diese Burg ist schon seit längerem im Familienbesitz, das Geld für den Lebensunterhalt von Schloß, Teehaus, Parkanlage und weiteren Häusern kommt von ca. 100 Familien, die denen von Hülshoff regelmäßig Pacht und Steuern zahlen und ihnen einen gewissen Lebensstandard sichern.
 

Geburtshaus Schloß Hülshoff im Münsterland
(Foto: Martin Schlu, © Sept. 2006)
 
Annette heißt eigentlich Anna Elisabeth, wird aber stets Nette oder Annette genannt. Sie kommt zwei Monate zu früh auf die Welt und die Mutter selbst kann sie nicht stillen. Die Eltern finden daher eine Amme, die der kranken und schwächlichen Annette schließlich das Leben rettet und zu der die zeitlebens eine enge Beziehung hat. Noch auf dem späteren Witwensitz, dem Rüschhaus, lebt die Amme bei Annette und wird von ihr versorgt.
 
Annette hat eine zwei Jahre ältere Schwester mit Namen Maria Anna (genannt Jenny), ein Jahr später bekommt sie den jüngeren Bruder Werner Konstantin, den künftige Erbe des Hülshoffsschen Anwesens, und - zur Sicherheit, damit das Erbe auch im Familienbesitz bleibt - drei Jahre später einen weiteren Bruder Ferdinand, später ihr Lieblingsbruder. Allerdings wird der mit 29 Jahren an Tuberkulose sterben.
 
Die Eltern sind sehr unterschiedlich: Die Mutter Therese Luise Droste-Hülshoff, geborene von Haxthausen, ist der strengere, praktischere und energischere Part (Annette beschreibt sie als "eine kluge, rasche und tüchtige Hausregentin"), der Vater, Clemens August Freiherr von Droste-Hülshoff dagegen ist eher der Schöngeist: Er ist musikalisch, empfänglich für Fantasie und Träume, beschäftigte sich gerne mit Blumen- und Vogelzucht und vereinigt Eigenschaften der westfälischen Volksseele: Gründlichkeit, Gottvertrauen, Geduld und Naturliebe. Annette fühlt sich später eher zu ihm hingezogen und wird noch später genauso lebensunpraktisch wie er werden.
 

Rückseite von Schloß Hülshoff im Münsterland. Der Kapellenanbau kam erst nach 1860 hinzu.
(Foto: Martin Schlu, © Sept. 2006).
 
 

Schloß Hülshoff liegt an der L 581 (Havixbecker Str.) in Havixbeck, neun Kilometer von Münster entfernt (Ausfahrt Münster Nord/A1). Der Bus Linie 564 hält direkt davor. Das Schloß ist bis heute im Besitz der Familie Droste, beherbergt ein Museum (mit dem berühmten Bild Annettes) und hat eine Gastronomie, bei der man preiswert und sehr gut essen kann.

Das Museum ist zwar nett gemacht, jedoch ist die Führung nicht mehr ganz zeitgemäß - wer sich eingelesen hat, unterläßt es tunlichst, die Tasten für die elektronische Führung zu drücken und versucht es, ohne eine Gruppe durch die Räume zu kommen. Es ist wie in einer guten Metzgerei - viel Schinken und ein paar Filetstücke.

Man sollte allerdings nicht an Pfingsten kommen, weil dann eine Gartenmesse rund um das Schloß stattfindet und man Eintritt zahlen muß um überhaupt das Gelände betreten zu können (Pfingsten 2007 waren es EUR 8.- pro Person)

 
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Literatur:
Görner, Lutz: Lutz Görner spricht und singt Annette von Droste-Hülshoff, Ed Lutz Görner, 3-8025-4048-4
Maurer, Doris: Annette von Droste-Hülshoff - Biographie, Turm-Verlag, Meersburg, 1999/3
Ditz, Monika/Maurer, Doris: Annette von Droste-Hülshoff und ihre Freundinnen, Turm-Verlag, Meersburg 2006
 
Links:
http://droste-huelshoff-zeitleiste.blogspot.com