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Kulturgeschichte - 19. Jahrhundert

19. Jahrhundert

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1933
Der Betriebsunfall
1949
Doppelter Neustart

Literatur

 

Preußen
1620 - Friedrich Wilhelm
(Der große Kurfürst)
erstellt von © Martin Schlu - Stand: Oktober 2006

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1626 - 1637 - 1640 - 1646
 
1620
Brandenburg ist nun ein halbwegs stabiles Territorium, in Preußen liegt man in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Polen und den Schweden und Georg Wilhelm muß zusehen, daß er aus den zwei Territorien einen Staat formt. Am 16. Februar wird ihm im Schloß Cölln der Thronfolger geboren und auf den Namen FRiedrich Wilhelm getauft.
 
 
1626 / 27 - Seitenanfang
Im Dreißigjährigen Krieg dauert es ein paar Jahre, bis der Krieg spürbar wird, erst 1626 erreicht der Krieg Brandenburg und Preußen. Kurfürst Georg Wilhelm kann nicht verhindern, daß die Dänen und nach ihnen die Kaiserlichen Truppen unter Wallenstein nach Brandenburg vordringen und die Schweden das Weichseldelta besetzen und bis nach Pommern vordringen. Er kommt daher auf die Idee "Kontributionen" einzuführen, zunächst rein militärische Abgaben, damit ein Heer bezahlt werden kann, das sich Schweden und Dänen in den Weg stellt.
 
Er braucht fast zehn Jahre, bis es zu einem Waffenstillstand kommt: 1635 vermitteln die Franzosen zwischen Preußen und Schweden beim Waffenstillstand zu Stuhmsdorf, 1636 ist in Brandenburg erst Ruhe nach der Schlacht bei Wittstock (die ziemlich blutig endet). Erst jetzt kommt das Land zur Ruhe und erlebt eine relative Blüte. Nun könnte man die Kriegssteuer ja wieder abschaffen, aber so modern ist Georg Wilhelm, daß er sie als regelmäßige Steuer festschreibt. Damit hat das Land eine stetige Einnahmequelle und im Prinzip bleibt das Steuersystem so bis ins 19. Jahrhundert bestehen und schafft so eine Grundlage des preußischen Staates: ein Steuersystem, dessen Verwaltung in der Hand der Regierung liegt und eine Militärwesen, das von den "Landständen" (Gutsbesitzern) gestellt wird. Zunächst werden die Stände bei den Steuern gefragt, zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr, ab da geht die Macht auf die brandenburgisch/preußische Regierung über.
 
1637 - Seitenanfang
Das benachbarte pommersche Herzogshaus stirbt aus und eigentlich hätte der brandenburgische Kurfürst Zugriff. Doch die Schweden behalten die pommerschen Gebiete als Faustpfand, weil abzusehen ist, daß es irgendwann Friedensverhandlungen geben wird. Daraufhin stellt Kurfürst Georg Wilhelm maximale Forderungen: im Falle eines Friedensschlusses möchte er sieben Erzbistümer, außerdem kurkölnisches und jülisches Gebiet (Man denke daran, daß es im Kölner Krieg schon im diese Gebiete ging). Von einer Maximalforderung kann man immer noch abrücken, aber erst einmal ist der Wunsch nach brandenburgisch/preußischer Expansion auf dem Verhandlungstisch.
 
1640 - Seitenanfang
Als Kurfürst Georg Wilhelm am 1. Dezember in Königsberg stirbt, wird der älteste Sohn Friedrich Wilhelm (6.2.1640 - 29.4.1688) neuer Kurfürst. Er wurde von seinem Vater zwar nicht in die Einzelheiten der preußischen Politik eingeweiht, aber er lernt schnell und packt bei den Friedensverhandlungen die Gelegenheiten beim Schopfe, das Reich zu vergrößern
 
 
1646
Kurfürst Friedrich Wilhelm verheiratet sich am 7. Dezember mit Louise-henriette von Nassau-Oranien. Damit wird die Linie Oranien begründet und die Verwandschaft zum holländischen Königshaus, die einem späteren Wilhelm 1918 sehr nützlich erscheint, weil er nach der Abdankung eben dorthin fahren kann.
 
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