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Kulturgeschichte - Renaissance

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Die Päpste der Renaissance
zusammengestellt von Martin Schlu © 2006/2009

 
Päpste der Antike - Päpste im Mittelalter - Päpste der Renaissance -  
Die Päpste im Barock - Päpste im 18. Jahrhundert -
Päpste im 19. Jahrhundert - Päpste im 20. Jahrhundert
 
 
1404 Innozenz VII. - 1406 Gregor XII. - 1409 Alexander V - 1415 Johannes XIII. - 1447 Nicolaus V. - 1492 Alexander VI. - 1503 Pius III. - 1503 Julius II. -  1513 Leo X. - 1521 Hadrian VII. - 1523 Clemens VII. - 1534 Paul III. -
 
 
1404
Innozenz VII. (geb. 1336 in Sulmona; gest. am 6. November 1406 in Rom) hieß mit eigentlichem Namen Cosma dei Migliorati und war von 1404 bis 1406 Papst.
 
 
1406
Gregor XII. (geb. 1335 in Venedig; gest. am 18. Oktober 1417 in Recanati; ursprünglich Angelo Correr) , Papst vom 30. November 1406 bis zum 4. Juli 1415. Wesentlich für seine Zeit ist das "Abendländische Schisma", eine Teilung der Kirche durch das gleichzeitige Herrschen von mehreren Päpsten. Gregors Konkurrrent ist Benedikt XIII. , der die die Papstwürde für sich beansprucht. Man wählt allerdings nicht einstimmig, da einige Kardinäle der Wahl fernbleiben. Man wählt den uralten Kardinal von Venedig zum Papst Gregor XII., baut aber eine Rücktrittsklausel ein, falls es Probleme mit dem Gegenpapast gibt.
 
 
1409 nach oben
Das Konzil von Pisa wählt Alexander V.
 
1415
Johannes XXIII. zum neuen Papst, Das Konzil von Konstanz erklärt zunächst die Wahl von Johannes für ungültig, nötigt aber dann Gregor XII. zum Rücktritt.
 
1417 nach oben
Papst Martin V., zuvor Oddo di Colonna (geb. 1368 in Genazzano; gest. am 20. Februar 1431 in Rom) ist von 1417 bis zu seinem Tode 1431 Papst. Mit seiner Erhebung auf dem Konstanzer Konzil endet das seit 1378 andauernde Abendländische Schisma. Martin V. versucht die Juden in Europa zu schützen, kann dies aber nur in Avignon durchsetzen.
   
1431
Eugen IV. (geb. 1383 in Venedig; gest. am 23. Februar 1447 in Rom), eigentlicher Name Gabriele Condulmaro, Papst vom 3. März 1431 bis zum 23. Februar 1447.
 
 
1447 nach oben
Nikolaus V. bürgerlich Tommaso Parentucelli, (geb. 15. November 1397 in Sarzana (Ligurien); gest. am 24. März 1455 in Rom) war Papst von 1447 bis 1455. Er krönte 1552 Friedrich III. zum Kaiser des HRR.
 
 
1492
Roderigo Borgia, Vater von 10 unehelichen Kindern, wird zum Papst Alexander VI. ernannt. Nach der Entdeckung der Neuen Welt durch Kolumbus und andere bestimmt Alexander Vi. 1494 im Vertrag von Tordesillas, daß diese neu entdeckte Welt zwischen Portugal und Spanien aufzuteilen ist. Der französische König Franz I. erkennt dies aber nicht an. 1495 verbietet Papst Alexander VI. dem Bußprediger und heimlichen Herrscher von Florenz, Savonarola, weiterhin zu predigen. Als der sich nicht daran hält, wird Savonarola als Ketzer verurteilt und 1498 verbrannt.
 
 
1503 nach oben
Ein Neffe des ehemaligen Papstes Pius II., Francesco Todeschini Piccolomini wird als Pius III. Nachfolger von Alexander VI, doch schon nach 27 Tagen stirbt dieser Papst und dessen Nachfolger wird. Giuliano della Rovere unter dem Namen Julius II. (Pontifikat 1503-13), ein Neffe des Papstes Sixtus IV.
 
 
1513
Giovanni de' Medici , 1475 in Florenz geboren, wird am 11. März Papst unter dem Namen Leo X. (Pontifikat 1513-1521). In seine Amtszeit fällt der Beginn der Reformation, die unter Martin Luther angestoßen wurde.
Wikipedia-Lunk: http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_X. 
 
1518 nach oben
Am 7. August wird Luther nach Rom zitiert, da der Vatikan ihn für ketzerisch hält. Luther reist aber nicht dorthin, worauf ihm ihn der päpstliche Legat Cajetan befiehlt, zu einer Unterredung nach Augsburg zu kommen. Dort verweigert Luther den geforderten Widerruf seiner Thesen und dikutiert sie mit Cajetan, obwohl der dies nicht vorhatte, sondern nur den Widerruf hören wollte. Cajetan verlangt Luthers Auslieferung. Im Dezember lehnt es Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen gegenüber Leo X. ab, Martin Luther der kirchlichen Gerichtsbarkeit in Rom zu überstellen und stellt sich hinter seinen Professor.
 
1521
Leo X. stirbt am 1. Dezember 1521 in Rom. Adriaan Florisz Boeyens von Utrecht wird nach dem Tod Leo X. der neue Papst Hadrian VI. (Pontifikat 1521-1523 ). Er war Erzieher des Kaisers Karl V , lebt aber nicht lange genug, um politisch etwas zu bewirken.
 
 
1523 nach oben
Hadrians Nachfolger, ein Neffe von Papst Leo X, Giulio de' Medici nennt sich als Papst Clemens VII. Er hat sich. bereits früh mit Kaiser
Karl V. angelegt, der auf dem Höhepunkt dieser Auseinandersetzungen seine Soldaten durch Rom führt und die Stadt plündern läßt (sacco di Roma). Außerdem verweigert Clemens VII. auch dem englischen König Heinrich VIII. die Scheidung von Katharina von Aragon. Dies führt zu ernsten Verstimmungen zwischen Papst und König und letztendlich 1532 zur Abspaltung Heinrichs von der katholischen Kirche. Karl V. 1523. Auf seine Veranlassung hin verabschiedet das Parlament verschiedene Gesetze, mit denen Heinrich von der englischen Kirche als Oberhaupt anerkannt werden muß.
 

Clemens ist mehr als ungehalten über diese Eigenmächtigkeit und droht mit dem Bann. Heinrich wiederum läßt sich nicht einfach bannen und riskiert lieber eine Trennung von der päpstlichen Kirche. Der Papst wird nervös, befürchtet vielleicht einen zweiten Luther-Skandal und fügt sich: Am 23. Mai wird die Ehe Heinrichs mit Katharina von Aragón annulliert, wenn auch nicht vom Papst selber, sondern von einem Gericht der englischen Kirche. 1534 setzt Heinrich am 3. November das Gesetz durch, nach dem er das höchste Oberhaupt der Kirche in England ist (Act of Supremacy). Damit pfuscht er dem Papst in seine Position und weil Clemens VII. das niemals akzeptieren würde, kündigt Heinrich die Gefolgschaft zum Papst endgültig auf. Er gründet eine neue englische "anglikanische" Kirche - ähnlich wie Luther ein paar Jahre vorher. - Luther 1521 - Wiedertäufer 1534

 

 
 
1534
Paul III.(Alessandro Farnese, bis 1549)
 
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