Hompeage Martin Schlu
Nîmes - Großstadt der Provence
Text und  Fotos:  Martin Schlu   
Stand: 19. Mai  2026 

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Nîmes

Aix-en-provence
 


Geschichte - Erster EindruckAltstadt - Kathedrale


Geschichte
Nîmes ist eine ursprünglich keltische Stadt, wurde 121 v. Chr, von den Römern erobert und 27 n.Chr. von Marc Anton (der Geliebte von Kleopatra) zur Kolonie ernannt. Die Römer bauten Viadukte, den Tempel und eine sieben Kilometer lange Stadtmauer mit einem großen Turm und Nîmes war mit 25.000 Einwohnern schon damals ene Großstadt.

Im 4. Jahrhundert wurde die Stadt ein Bischofssitz und bekam eine dreischiffige Kathedrale (da, wo die heutige Kathedrale steht). 472 wurde der Bischof von den Westgoten vertrieben und die Stadt erobert. 725 vertrieben die Sarazenen die Goten, 
752 vertrieben die Franken die Sarazenen. 859 kamen die Normannen und als diese die Stadt rechtschaffen geplündert hatten, nahm sich der König von Aragon die Trümmer als Beute. 1226 vertrieb Ludwig VIII. die Spanier und Nîmes wurde das erste Mal französisch. 1378 kam es im Hundertjährigen Krieg nach Anjou und 1420 wurde die Stadt unter Ludwig IX. das zweite Mal französisch. Es folgten Hugenotten (1571), Bourbonen (1589) und Napoleon (1815), die Katholiken verfolgten die Protestanten und 1835 brach auch noch die Pest aus. Eine wirklich ruhige Zeit hatte die Bevölkerung nie lange.

Der römische Tempel hat die ganzen Wirren gut überstanden und steht als „Maison Carrée“ in der Innenstadt.
Oben: Der römische Tempel hat die ganzen Wirren sehr gut überstanden und steht als „Maison Carrée“ in der Innenstadt.

Unten: Im Tempel steht das Kassenhäuschen und einmal gucken kostet € 6,00. Ich habe nicht geguckt.
Unten. Im Tempel steht das Kassenhäuschen und einmal gucken kostet € 6,00. Ich habe nicht geguckt.

Das 20. Jahrhundert war für Nîmes nicht besser. Ab 1939 wurde die Stadt Internierungslager für unerwünschte Italiener, deutsche Häftlinge und Zwangsarbeiter aus Spanien, Italien und Deutschland. Unter der Vichy-Regierung wurden deutsche Häftlinge gegen jüdische Häftlinge ausgetauscht und erst nach dem Zweiten Weltkrieg gab es für die Stadt
das erste Mal so etwas wie Normalität.

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Erster Eindruck
Man kommt aus irg
endeiner Richtung und wird Richtung centre ville in die eigentlche Innenstadt geführt und landet mit etwas Glück im Parkhaus „La Coupole“ bei der Einkaufsmall Les Halles (22 Boulevard Gambetta). Da hat man eigentlich alles beisammen: Kathedrale, die Gäßchen der Innenstadt und zur Arena ist es auch nicht so weit.

Die zentrale Markthall in Nîmes: Les Halles
Die zentrale Markthalle in Nîmes:
Les Halles

Die Stadt hat ihre mittelalterlichen Struturen in der Innenstadt erhalten können. Die engen Gassen und Tausende von Bäumen sorgen für Schatten, selbst in der Mittagssonne. Die alte Innenstadt ist heute Fußgängerzone mit ein paar Möglichkeiten für Durchfahrten und während der „feria“ , der Festwoche vor Pfingsten, sind Hundertausende in der Stadt und besuchen das Volksfest.

Viele Straßen rund um die Innenstadt sind für den Autoverkehr gesperrt und Partymeile geworden.
Viele Straßen rund um die Innenstadt sind für den Autoverkehr gesperrt und Partymeile geworden.


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Altstadt
Die Altstadt liegt um die Kathedarle und das Stadion (Arène), in der bis heute noch Stierkämpfe stattfinden. Während der Festtage um Pfingsten sah man zahllose Besucher mit roten Torero-Halstüchern, die regelmäßig zur Arena strömten. Während in Nîmes die Stiere in der Arena sterben - wie in Spanien -, überleben sie in anderen Teilen der Provence in der Regel. Zu Stierfleisch, einer provenzialischen Spezialität, werden sie überall.

Beim Bummel durch die Altstadt fallen die alten Gehwegplatten auf. Sie sind hell, reflektieren das Sonnenlicht und lassen sich leichter reinigen als die
grauen Gehwegplatten in Deutschland. Ausgetreten sind sie aber auch. Beim Bummeln fiel uns auf, daß es jede Menge Fachgeschäfte gibt, wenig Tourismusläden und jede Menge Schatten. Alle hundert Meter stehen Stühle unter einem Schirm und in der Nähe ist das zugehörige Café oder Restarant, bei dem man meistens schon Wasser gebracht bekommt, sobald man sich hinsetzt.

Die engen Gassen bieten Schatten und viele Fachgeschäfte - Souveniere verkaufen die wenigsten.
Oben: Die engen Gassen bieten Schatten und viele Fachgeschäfte - Souveniere verkaufen die wenigsten.

Unten: Wo Schatten ist, findet man meistens ein Cafe oder ein Restaurant. Plätze in der Sonne will
bei 32° Grad im Ma. keiner.
Wo Schatten ist, findet man meistens ein Cafe oder ein Restaurant. Pläte in der Sonne will keiner bei 32° im Mai.


Die Kirche steht mitten auf dem Platz, die schattigen Plätze liegen drumherum.
Die Kirche steht mitten auf dem Platz, die schattigen Plätze liegen drumherum.

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Kathedrale
Die Kathedrale

Die Kathedrale von Nîmes steht in ihrer jetzigen Form seit 1669.
Oben: Die Kathedrale von Nîmes steht in ihrer jetzigen Form seit 1669.

Unten: Sieht älter aus, als es ist - die Kreuzrippen sind im gotischen Stil, die byzantinischen Mauern sind von 1882
Sieht älter aus, als es ist - die Kreuzippen sind im gotischen Stil, die byzantinischen Mauern sind von 1882

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Die Eglise St. Paul gehört auch zu den großen Kirchen Nîmes'.
Die Eglise St. Paul gehört auch zu den großen Kirchen Nîmes'.

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Eine weitere Gasse in der Altstadt
Eine weitere Gasse in der Altstadt



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Auf dem Place du Chapitre steht ein Brunnen, in dem das Wasser über mehrere Etagen fließt und am Wasser ist es merklich kühler. Drumherum liegen wieder Cafés und ständig kommen Menschen zum Brunnen, halten die Hände ins Wasser und kühlen sich ab. Mir fielen zwei Kinder auf, die sich minutenlang naß spritzten und viel Spaß dabei hatten.


Bei über dreißig Grad im Schatten freuen sich die Kinder über Wasserspaß am Brunnen auf dem Place du Chapitre.
Bei über dreißig Grad im Schatten freuen sich die Kinder über Wasserspaß am Brunnen auf dem Place du Chapitre.


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