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Ratgeber - Elternhilfe


   
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© Martin Schlu Stand: 2. September 2003
lernen

Lernbehinderungen allgemein

Ich schreibe hier einige Beobachtungen auf, weil ich diese Dinge ständig noch erlebe und immer wieder erlebe, daß viel Mist passiert, weil man nicht Bescheid weiß. Glauben Sie aber bitte nicht, daß Sie Bescheid wissen, wenn Sie die Seite lesen, aber vielleicht fangen Sie an, sich zu informieren - das ist heute auch schon viel wert.

Was man selbst tun kann

Information ist hier alles: Zuerst muß eine saubere Diagnostik her, die nicht nur "MCD", "Lernbehinderung", "Behinderung" feststellt, sondern so genau wie möglich feststellt, was passiert ist, z.B. "Teilleistungsstörung im Zahlenbereich als Folge eines Sauerstoffmangels bei der Geburt". Mit einer derartigen Diagnose kann man etwas anfangen. Leider sind die Datenblätter unserer behinderten Schüler oft extrem ungenau, manchmal verweigern die Eltern auch die Auskunft, weil vom Gesundheitsamt, dem Versorgungsamt, der Zivildienststelle etc. oft immer wieder das Gleiche gefragt wird. Ich empfehle (aus eigener Erfahrung) immer eine Generalvollmacht an den betreuenden Hauptarzt, daß er den entsprechenden Stellen Akteneinsicht gewähren darf - es spart eine ganze Menge Streß.

Ganz wichtig ist der Zeitfaktor: Je früher begonnen wird, desto mehr ist zu reparieren und zu kompensieren. Genannt seien hier nur Stichwörter (später gibt es auch mehr Hinweise): Frühförderung der Lebenshilfe, Integrative Kindergärten und Grundschulen, Integrationsschulen, Montessori-Erziehung, Betreuende Werkstätten und betreutes Wohnen - ein Kinderneurologe, der sein Geld wert ist, kann hier im Normalfall erschöpfend Auskunft geben. Ich nenne keinen Namen, aber hier ist die E-Mail-Adresse eines Kinderneurologen, mit dem ich hervorragende Erfahrungen bei meinen eigenen LB- und GB-Kindern gemacht habe: Kapazität


Es gibt auch die Möglichkeit mit Lernsoftware bestimmte Defizite auszugleichen, hier sind nicht die allgemeinen "Ballerspiele" gemeint, sondern Programme, die gezielt bestimmte Fähigkeiten fördern.
Denkbar sind Memory-Spiele (z.B. akustisches Memory),
  • Raum- und Lage-Spiele,
  • Farb-Zuordnungen,
  • Strukturspiele etc.
Ich habe eine Seite mit Kindersoftware zusammengestellt, die ein bißchen in diese Richtung geht, ich habe auch Zuschriften von anderen bekommen. Den Bereich "Training kognitiver Strategien" und "Training induktiven Denkens" deckt z.B. Felix Studer ab, der ein entsprechendes Programm für Windows/Mac entwickelt hat. Ich denke, hier werden sich noch mehr Kollegen melden und man sollte ab und zu mal wieder auf dieser Seite hinschauen.