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Das Alpirsbacher Kloster
Text und Fotos: Martin Schlu,    Stand; 24. September 2026


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Geschichte - Ausstattung - Dormitorium/Schlafkammern - Kapitelsaal - Kreuzgang - Das Klosterbier
Das Alpirsbacher Kloster wurde bereits im frühen Mittelalter gegründet, als drei vermögende Adelige (Rotmannus de Husin, Adalbert von Zollern und Alwig von Sulz)
1094 eine schwäbische Epidemie (Lepra?) überlebten und von gemeinsamen Vorfahren ein ca. 50 qkm großes Gelände erbten. Auf diesem Landstück standen seit etwa hundert Jahren bereits Gebäude. Die drei Adeligen stifteten zusammen dieses Gelände für ein Kloster - sozusagen als Dankeschön an Gott, der sie am Leben gelassen hatte. Sie nahmen Kontakt zur zuständigen Benediktiner-Abtei in St. Blasien auf (heute in der Schweiz) und deren Abt Uto benannte zwölf Mönche, die fortan auf dem gestifteten Gelände beten und arbeiteten sollten (ora et labora). Unter ihnen war der erste Abt von Alpirsbach, Kuno. Diese Mönche  machten die alten Gebäude bewohnbar und bauten die ersten Erweiterungen.

In der Stiftungsurkunde vom
16. Januar 1095 wurde verfügt, daß nur der Papst das Oberhaupt dieses Kloster sein sollte. Gleichzeitig wurde das erste fertige „Bethaus“ durch den zuständigen Bischof von Konstanz, Gebhard III. von Zähringen eingeweiht. Als Vogt (weltliche Gerichtbarkeit) fungierte zunächst der Stifter Adalbert von Zollern, ab 1115  Friedrich von Zollern, dessen Nachkommern es sechshundert Jahre zu preußischen Königen und achthundert Jahre später zu preußischen Kaisern brachten.

Das Kloster wuchs und eine Kirche war entstanden, die Bischof Gebhardt am 28. August 1098 weihte. Kurz danach trat der Mitstifter Adalbert von Zollern in das Kloster ein und stiftete weitere Besitzungen in der Breisgau. Kurz danach, 1101, bestätigte Papst Paschalis II. die unabhängige Selbstverwaltung des Klosters in der Gerichtsbarkeit und in allen Personalfragen. Nach dem beendeten Investiturstreit (Heinrich IV. in Canoassa) bestätigte 1223 auch der Kaiser die Unabhängigkeit des Klosters und der endgültige Ausbau von Kirche und Kloster konnte stattfinden. 1130 wurde die Klosterkirche vollendet und geweiht.

Das Innere der Alpirsbacher Klosterkirche
Das Innere der Alpirsbacher Klosterkirche


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Ausstattung
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Altarschnitzerei in Alpirsbach
Altarschnitzerei in Alpirsbach - von links ein Bischof, Jesus, Maria, Gottvater und Martin von Tours als Bischof mit den Nikolausäpfeln

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Domitorium (Schlafkammern)
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Luxus um 1550 - ein eigenes Bett im Zimmer
Luxus um 1550 - ein eigenes Bett im Zimmer

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Graffiti der Klosterschüler
Graffiti der Klosterschüler: Casparus Scharpff, Wetterspaches, im Jahr 1580


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Graffiti der Klosterschüler: David Braumbau, Pfaffenhofen sis (du lebest<ich nicht>), 1580
Graffiti der Klosterschüler: David Braumbau, Pfaffenhofen sis (du lebest<ich nicht>), 1580

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Kapitelsaal
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Der Kapitelsaal war geheizt, damit bei den Dienstbesprechungen sich alle gut konzentrieren konnten.
Der Kapitelsaal war geheizt, damit bei den Dienstbesprechungen sich alle gut konzentrieren konnten.

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Kreuzgang
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Im Kreuzgang konnte man Stille erfahren und alleine sein.
Im Kreuzgang konnte man Stille erfahren und alleine sein.

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Die Brauerei
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Bier war vor fünfhundert Jahren durchaus gesünder als das Brunnenwasser.
Bier war vor fünfhundert Jahren durchaus gesünder als das Brunnenwasser.


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