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Überall redet man vom „fleur de sel“, dem Salz, das auch hier in der Camargue gewonnen wird. Die „Salin de Giraud“
ist überall ausgeschildert und so fahren wir aufs Geradewohl hin.
Schlimmstenfalls ist es ein Industriebetrieb und dann wäre vor dem Tor
Schluß.
Drei Kilometer vor der Straße nach Arles gibt es den ersten Hinweis und wir biegen ab. Die Straße ist wie in Dänemark, schnurgerade und kilometerlang, die Landschaft verändert sich auch nicht besonders und ab und zu fliegen Flamingos auf (so daß man sie nicht fotografieren kann), manchmal sieht man schwarze Stiere, manchmal Pferde auf der Koppel und sonst sieht man nur Schilf. Bestimmt steckt dahinter ein weißes Pferd im Wasser und grinst innerlich bei dem Gedanken, daß es nicht fotografiert werden kann... ![]() Die Camargue auf -zig Kilometer zwischen Arles und dem Meer. Die Straße (D 37, Route du Vaccarés) zieht sich. Es gibt keine Kilometerangaben und wir haben auch keine Adresse, also fahren wir immer weiter. Die Straße führt die ersten dreißig Kilometer nur durch den Naturpark Camargue und ab der D36 B fahren wir am See Etang de Vaccarés entlang, können ihn aber nicht als Gewässer erkennen, weil man ihn eben durch das Schilf nicht sieht. Ab und zu gibt es einen Bauernhof. Die sind einzeln auf der Karte verzeichnet, weil es drumherum nur die Camargue gibt und es mindestens fünf Kilometer bis zum nächsten Hof sind. Man möchte hier nicht in der Pubertät sein, aber vielleicht gibt es hier deswegen so viele Radfahrer - was soll man auch sonst hier tun? Nach knapp fünfzig Kilometern fahren wir durch einen kleinen Ort, Le Sambuc. Er besteht aus der Bushaltestelle, einem Hotel, einer Poststelle mit der Bürgermeisterei daneben, einigen Häusern, einer Boulebahn und einer Kneipe, in der vermutlich die halbe Bevölkerung vor einem Glas Wein sitzt und diskutiert. An der Poststelle hängt auch ein Briefkasten, in den die Karten an die Lieben geworfen werden. Am Ortseingang steht sogar ein Altglascontainer. Endlich, nach 55 km, kommen wir an die Saline. Von weitem sieht man die Salzberge, vielleicht dreißig bis fünfzig Meter hoch. ![]() Salzberge, die aus dem gewonnenen Salz bestehen. Schlecht werden kann es ja nicht. Nach weiteren Kilometern kann man abbiegen (vorher war alles gesperrt). Vom Parkplatz aus (drei Autos mit unserem) steigt man auf einen Hügel und kann dann aus ca. 20 Metern Höhe außer den Salzbergen auch die Verdunstungsbecken gut erkennen. In ein paar Kilometern steht der Leuchtturm und da, wissen wir, ist das Meer. ![]() Oben: Das Verdunstungsbecken (rötlich) und dahinter das Meer. Unten: Das Verdunstungsbecken ![]() Auf dem Aussichtspunkt gibt es eine Schautafel, auf der zu lesen ist, daß man von Aigues-Mortes aus mit einem Bähnchen aus durch die Saline fahren könne und es für € 15,00 pP richtig was zu sehen gäbe. Daneben steht ein Verkaufsladen mit einer sehr allein wirkenden Dame, die außer ihrem Handy auch Kunden bedient, die Salz kaufen wollen. Für etwas über € 15,00 pP bekommen wir sechs geschmackvolle Dosen mit geschmackvollem „fleur de sel“, das einige Zeit für uns und für die Enkelfamilie reichen wird. ![]() Hier kostet die Dose ca. € 5,15 bis € 7,20 (je hundert Gramm). Wenn man den Spritpreis für 110 km dazurechnet, ist es in Amazonien billiger. Auf der Rückfahrt halten wir ein zweites Mal in Le Sambuc und entsorgen die beiden Flaschen, die wir seit ca. 300 km spazieren fahren. Nach gut 50 km sind wir wieder zuhause. Keine besonderen Vorkommnisse. zurück in die Camargue - nach Le Grau die Roi - nach oben |
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